Kaufunger Trainersohn David Müller kehrt zum Studium nach Mannheim zurück

Abschied nach fünf Siegen

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Er verhalf dem SV Kaufungen mit sechs Treffern an die Tabellenspitze: David Müller (links), hier noch im Trikot des KSV Hessen, gegen den damaligen Sportianer Karim Kouay.

Kaufungen. Nur fünf Spiele und dann wieder weg? Gibt es. Wie im Fall von David Müller. Der 21-jährige in der Region gut bekannte Spieler studiert in Mannheim Betriebswirtschaftslehre und absolvierte im Juli und August ein Praktikum bei B. Braun in Melsungen.

So kam Vater Jörg Müller, Trainer von Kreisoberliga-Spitzenreiter SV Kaufungen, auf die Idee, seinen Sohn zu bitten, während dieser Zeit mitzumischen. Was dieser mit fünf Siegen erfolgreich tat.

Profitiert haben von der kurzen Zusammenarbeit beide Seiten. Die Kaufunger führen die Tabelle an, David Müller fand wieder Spaß am Fußball. Der war ihm etwas abhanden gekommen. In der Jugend kickte er für den OSC Vellmar und den SC Paderborn, dann für die U 23 des KSV Hessen. Nach dem Umzug spielte er für den baden-württembergischen Verbandsligisten TSG Weinheim. Seit November vergangenen Jahres bestritt er aufgrund einiger Verletzungen aber dort keine Partie mehr und meldete sich ab. Auch deshalb, weil er wegen der Anforderungen des Studiums nur einmal pro Woche trainieren konnte.

Schwer fiel David Müller der Einstieg in Kaufungen nicht. „Ich kannte ja viele der Spieler von früher. Allerdings war das Niveau höher als erwartet“, erklärt er. Gleichwohl spielte er nicht nur wegen seiner sechs Treffer in fünf Partien eine starke Rolle.

Zukunft noch offen

Ob er sich nun wieder einem anderen Verein in der Nähe des Wohnorts anschließt, lässt David Müller offen. Wenn er es täte, müsste es mit Zweitspielrecht sein. Zweitspielrecht? „Ja, das ginge, weil 200 Kilometer dazwischen liegen und es sich um verschiedene Bundesländer handelt“, sagt er. Aber das ist Zukunftsmusik. Auch zur Frage, ob und wie es für ihn in Kaufungen weitergeht, äußert sich Müller zurückhaltend: „Ich hätte keine Lust, an jedem Wochenende so viele Stunden im Zug zu sitzen.“ Und fügt nicht ganz ernst gemeint hinzu: „Es wäre auch ein schlechtes Geschäft. Die Siegprämie liegt unterhalb der Fahrtkosten.“

Von Wolfgang Bauscher

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