Fußball: Meister der Kreisliga A

AFC Kassel schafft den Aufstieg in die Kreisoberliga im zweiten Anlauf

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So sehen Meister aus: der Aufsteiger AFC Kassel mit (hinten von links) Mehmet Gjullekari (Vorstand), Hayati Yildiz (Trainerstab), Liman Amidi, Ardit Tahiri, Blerim Suloja, Liridon Blakaj, Andi Maloki, Ilir Ferati, Dorant Shehu, Besmir Shabani (Vorstand), Fatmir Kajtazi (Trainerstab), (Mitte von links) Fseha Melake, Tahir Gecaj (Sponsor), Musa Sefa, Murat Medeov, Gentian Dellova, Begzat Hasani, Malek Karaa, (vordere Reihe von links) Gjemalj Sefaj, Besmir Sefaj, Edon Ame, Isen Tika, Mateo Hima, Lorent Beqa, Xhelal Berisha (Sponsor) und (vorn liegend) Torhüter Shaban Salihu. 

Kassel. In der Saison 2016/17 trat der Albanische Fußball-Club (AFC) Kassel erstmals so richtig ins Bewusstsein der heimischen Fußball-Fans. Die Kicker gewannen in der Kreisliga A (Gruppe 1) die Vizemeisterschaft, scheiterten allerdings in der Relegation zur Kreisoberliga. In dieser Saison erfüllten sie ihr Ziel. Der AFC gewann die A-Liga-Meisterschaft und steigt in die Kreisoberliga auf.

Die Albaner gründeten ihren Verein im Jahr 1990 und fanden wie viele andere ausländische Klubs auf den Waldauer Wiesen ihre sportliche Heimat. Wie die albanische Nationalmannschaft entschieden sich auch die Vereinsgründer für rot und schwarz als Vereinsfarben.

Fortan trainierten und spielten die Kasseler mehr schlecht als recht in der untersten Spielklasse. Der Anlaufpunkt für das Vereinsleben sind nach wie vor die Umkleiden an den Waldauer Wiesen. In der Saison 2011/12 schafften die Freizeitfußballer den Aufstieg in die Kreisliga A – womit auch mehr Ehrgeiz an den Tag gelegt wurde.

Verstärkt wurden ehemalige Aktive in die Vereinsarbeit eingebunden. Vorsitzender des Vereins ist Besmir Shabani. Der 40 Jahre alte Mehmet Gjullekari fungiert als sein Stellvertreter und tritt, wenn Not am Mann ist, auch selbst noch hinter den Ball. Besmir Sefaj ist zuständig für die Pressearbeit.

Der 40-jährige Fatmir Kajtazi ist der Trainer. Er war seit 13/14 zunächst Spieler, dann ab 15/16 Co-Trainer und schließlich seit der Winterpause 16/17 als Cheftrainer im Einsatz. Kajtazi identifiziert sich mit dem Verein und bildet gemeinsam mit den Vorsitzenden eine Einheit, was die Basis für den Aufschwung des AFC bildet. „Unser Erfolg basiert auf einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und einem respektvollen Umgang miteinander“, sagt der Coach.

Das Ziel vor der Saison 2017/18 war, nach dem Scheitern in der Relegation, der Aufstieg in die Kreisoberliga. Das schafften die Kasseler souverän. Mit einem Torverhältnis von 126:38 und 77 Punkten, bei sieben Zählern Vorsprung vor dem Zweiten Olympia Kassel, sicherten sich die Nordhessen die Meisterschaft. Den höchsten Erfolg feierte das Team beim 18:1 gegen die Reserve des FC Bosporus, als einzige Niederlage stand das 0:3 gegen Verfolger Olympia. Als herausragender Torschütze zeichnete sich der 28 Jahre alte Stürmer Ardit Tahiri mit 33 Toren aus, ihm folgt der 20-jährige Dorant Shehu (32 Tore).

Und wie sieht die Zukunft bei dem Klub aus, der auf die Kameradschaft setzt? „Unser vordergründiges Ziel ist der Klassenerhalt“, sagt Kajtazi. Auf lange Sicht streben die Albaner an, ein gestandener Kreisoberligist zu werden. Zudem machen sie Pläne über ein Klubhaus, das die Heimstätte werden soll.

Die Personalplanungen wollen sie zügig abschließen. Mit dem Baunataler Abwehrspieler Dandy Pombolo (23) verpflichteten sie einen gestandenen Gruppenliga-Akteur. Aus der A-Jugend des TSV Wolfsanger kommt Fatjon Blakaj (18). Mit einigen Akteuren verhandeln sie noch. Ziel ist es, mit einem 20er-Kader in die Saison zu gehen. „Wenn wir gut durch die Urlaubsphase kommen, werden wir uns früh im Tabellenmittelfeld festsetzen“, schaut der Coach optimistisch in die Zukunft der Multi-Kulti-Truppe.

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