Fragen und Antworten: Vereine der Kreisoberliga-Relegation warten auf Urteil des Sportgerichts

Der Ball liegt nun beim Verband

In Ruhestellung: Solange das Sportgericht des Hessischen Fußball-Verbandes im Rechtsstreit zwischen Olympia Kassel und Ahnatal kein Urteil gefällt hat, kann der Ball in der Relegation zur Kreisoberliga nicht mehr rollen. Foto: dpa

Kassel. Mit der Partie zwischen der TSG Sandershausen II und Olympia Kassel hätte die Relegation zur Fußball-Kreisoberliga am morgigen Samstag beendet werden sollen. Stattdessen hat sie noch gar nicht richtig begonnen. Nur eine von drei Begegnungen wurde gespielt. Ob sie gewertet wird, war am gestrigen Donnerstag ebenso unklar wie die Frage, wann überhaupt gespielt wird. Fragen und Antworten.

? Worum geht es bei den Auseinandersetzungen?

!Olympia hatte zum Auftakt der Runde gegen die SG Ahnatal 2:1 gewonnen. Einer der eingesetzten Linienrichter ist aktives Mitglied der Zwehrener. Dies führte zu Einsprüchen und Rechtsstreitigkeiten (wir berichteten).

? Wie ist der Stand der Dinge?

!Alle Beteiligten müssen sich in Geduld üben. Das Sportgericht des Hessischen Fußball-Verbandes muss entscheiden. Benjamin Koch, Justiziar des HFV, vermag keine Prognose abzugeben, wann verhandelt wird. Er sagt nur so viel „Das Gericht wird sich schnellstmöglich mit der Angelegenheit befassen und zu einem Urteil kommen.“

? Welche Szenarien sind denkbar?

!Vermutlich gibt es zwei Varianten. Entweder das Gericht setzt das Spiel zwischen Olympia und Ahnatal neu an und alle drei Partien werden ausgetragen, oder der 2:1-Erfolg von Olympia behält seine Gültigkeit und nur die beiden weiteren Begegnungen werden ausgespielt.

? Welche Ansicht vertritt der Fachmann?

!Spekulationen über eine mögliche Entscheidung des Gerichtes verweigert sich Lutz Wagner. „Ich bin der Regelexperte und nicht der Jurist. So wie die Sportgerichte uns nicht reinreden sollten, reden wir auch den Gerichten nicht rein“, erklärt der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter. „Aber dem Schiedsrichter-Ansetzer kann man keinen Vorwurf machen. Manche Unparteiischen sind ja heute in fünf oder sechs Vereinen. Woher soll man das alles wissen?“. An einen solchen oder ähnlichen Fall wie jetzt in der Kreisoberliga-Relegation kann sich Wagner nicht erinnern: „Diese Geschichte ist sehr unglücklich gelaufen.“

? Was sagt die TSG Sandershausen?

!Wenn zwei sich streiten, freut sich eigentlich der Dritte. Aber nicht in diesem Fall. Sandershausens Reserve, die die Dreierrunde komplettiert, empfindet das lange Warten als ärgerlich. „Einerseits hatte unser Trainer Xavier Havolli die Vorbereitung entsprechend gesteuert und muss sie nun immer wieder neu ausrichten. Andererseits gehen zwei unserer Spieler mit der ersten Mannschaft auf Abschlussfahrt und könnten nicht mitwirken, falls wir am Mittwoch spielen müssten“, berichtet Abteilungsleiter Ulrich Jonas. Dabei handelt es sich um Torhüter Nima Eslami und Daniel Gleim.

Ihrerseits Widerspruch einlegen will die TSG nicht: „Wir hätten dies vielleicht getan, wenn zu den Spielen die halbe Mannschaft weggewesen wäre. Stattdessen haben wir uns mit der Situation arrangiert und hoffen nun auf eine schnelle Lösung.“ Achivfotos: dpa; privat/nh 

Von Wolfgang bauscher

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