3:4 gegen Meister Heiligenrode

BC Sport will noch mehr - Sechs Neuzugänge in der Startelf

Zwei Neue für erfolgreichere Zeiten: Die Neuzugänge aus Baunatal, Alexandru Cucu (Nummer 8) und Sergiu Fondos, beglückwünschen sich zum 1:0. Fondos köpfte den Ball ins Tor, Cucu sorgte für die Freistoß-Vorlage. Fotos: Fischer

Kassel. Trotz sieben Toren bei der 3:4-Niederlage gegen Heiligenrode (siehe Spielfilm) standen die aktuellen Entwicklungen beim Kreisoberligisten BC Sport am Wochenende im Fokus.

Weil es derzeit das beherrschende Thema im heimischen Fußball ist, haben wir uns an der Scharnhorststraße umgeschaut.

Die neuen Gesichter 

Der Kader des BC Sport bietet ein Bild, wie man es nicht oft sieht. Wie schon an den ersten drei Spieltagen steht Onur Fison im Tor der Sportianer. Fison wurde im Juni 1997 geboren und ist somit der jüngste Spieler auf dem Feld. Der älteste Akteur ist Altherren-Spieler Fredi Herwig und mit 56 Jahren ganze 38 Jahre älter als sein Kamerad im Tor.

Zuschauer an der Scharnhorststraße: Wolfgang Zientek.

Für Aufsehen bei den Zuschauern sorgen allerdings andere Namen: Jesus Guerrero und Alexandru Cucu waren beim KSV Baunatal eigentlich für die Hessenliga vorgesehen. Cucu hat außerdem, gemeinsam mit Sponsor und Sportdirektor Gerhard Klapp, eine Vergangenheit beim BC Sport. Aus Baunatal kommen auch Sergiu Fondos und der neue Trainer Marco Seifert.

In der Startelf stehen zudem Adem Usta, Farid Dastborzo und Daniel Molnar, die die ersten Spieltage noch für die SG Dennhausen/Dörnhagen bestritten. Aus Fuldabrück wechseln auch Arthur Kalbfleisch, Leon Palushay und Fatih Dasdemir an den Kreisel. Torwart-Neuzugang Christian Baczewski kickte zuletzt für den CSC 03, und Fatih Kisacik beendete seine Pause. Laut Seifert werden mit sechs weiteren Spielern noch Gespräche geführt. „Am Ende brauchen wir 35 Spieler für zwei Mannschaften“, sagt er.

Die Reaktionen 

Gerhard Klapp kann die Kritik von anderen Vereinen nicht nachvollziehen: „Warum geht ein Spieler? Nicht weil Klapp ruft, sondern weil er unzufrieden ist.“ Seifert betont, dass ein Großteil der neuen Spieler bereits zusammen gespielt habe, was auch ein Grund für die Wechsel gewesen sei. Klapp lässt sich keine Kampfansage an die Mitkonkurrenten entlocken, die sportliche Leitung wolle „den BC Sport wieder in vernünftige Bahnen lenken“. Coach Seifert bleibt nicht so zurückhaltend: „Wir wollen oben mitspielen und gucken was geht.“ Peter Springer, Kassierer und Altherren-Spieler, wirbt um Verständnis für die Lage beim BC Sport. „In erster Linie sind wir alle froh, dass der Verein eine Perspektive hat.“

Dennis Joedecke, Doppeltorschütze der Heiligenröder, reagiert gelassen auf die Kasseler Neuzugänge: „Wir wussten vor dem Spiel, wer die üblichen Verdächtigen sind.“ Sein Teammanager Matthias Schmelz zeigt dagegen kein Verständnis für das Handeln der Kasseler: „Für mich ist das eine klare Wettbewerbsverzerrung und ein Schlag ins Gesicht der seriös arbeitenden Vereine, die auf nachhaltige Jugendarbeit setzen.“

Die Atmosphäre 

Etwa 200 Zuschauer sind gekommen, viele Fans des BC Sport sind aber nicht darunter. Es scheint vielmehr, als habe einen Großteil der Besucher die Neugier geweckt, wie sich der BC Sport präsentiert. Unter den Anwesenden ist auch Wolfgang Zientek, früherer Trainer des BC Sport und ehemaliger Weggefährte von Gerhard Klapp. „Interessant, wer hier alles zugegen ist und sich eventuell anbieten will“, formuliert Zientek vielsagend.

Von Gregory Dauber

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