Kreisoberliga: Erstes Pflichtspiel von Wilhelmshöhe und VfL seit 1983 endet Remis

Ein 4:4 beim Wiedersehen

Gestocher: Der Wilhelmshöher Thomas Nickel (links) und sein Gegenspieler Tom Korth vom VfL Kassel versuchen, sich im Zweikampf zu behaupten. Foto: Schachtschneider

Kassel. Sensationelle Aufholjagd: Obwohl die TSG Wilhelmshöhe kurz vor Schluss mit zwei Toren führte, erkämpfte sich der VfL Kassel in der Nachspielzeit noch einen Punkt. Den Ausgleich für den Gast erzielte Pascal Krauss (92.). So endete das Derby in der Fußball-Kreisoberliga 4:4 (1:0) unentschieden.

Aber was war das für ein bitteres Ende für Wilhelmshöhe: In der 83. Minute führte die TSG noch mit 4:2. In den letzten Minuten jedoch verspielte der Gastgeber die Führung. Daniel Haack besorgte in der 84. Minute den 3:4-Anschlusstreffer für den VfL, ehe Krauss (90.+2) kurz vor dem Ende seinen großen Auftritt hatte.

Pascal Krauss

Obwohl der Jubel beim Gast danach keine Grenzen kannte, trat VfL-Trainer Thomas Kunze auf die Euphorie-Bremse: „Eigentlich sollte man ja nach einem 2:4-Rückstand mit einem Punkt zufrieden sein. Das fällt mir sehr schwer, weil mir unsere spielerische Leistung nicht so gut gefallen hat wie unsere tolle Moral. Vor allem die Gegentore haben mich geärgert. Wir haben es Wilhelmshöhe viel zu einfach gemacht“, sagte Kunze.

Vor allem das 1:0 hätte aus VfL-Sicht kaum bitterer sein können: Nach dem Anstoß spielte Verteidiger Sebastian Vaupel den Ball zum eigenen Torhüter zurück, und Christian Gerwig rutschte der Ball über den Spann ins Tor (1.).

So musste der Gast bis zur 52. Minute einem Rückstand hinterherlaufen, bis Enes Karakuz per Volleyschuss ausglich. Die erneute Führung für die TSG erzielte Paul Eichler (61.) nach einem Konter. Breuning (74.) erhöhte auf 3:1. Nur wenige Sekunden, nachdem Florian Peter der 2:3-Anschlusstreffer gelang, erzielte Fabio Ohms (78.) direkt nach Wiederanstoß das 4:2. „Da dachte ich eigentlich, dass wir drei Punkte klargemacht haben. Natürlich ist so ein später Ausgleich bitter. Da wir aber vor Spielbeginn der Außenseiter waren, kann ich letztlich mit dem Unentschieden leben“, befand TSG-Trainer Manuel Gerland. Archivfoto: Schmidt/nh

Wilhelmshöhe: Brinner - Lüders (50. Stolte), Göbel, Rahmoun, Donhauser - Breuning, Herbst, Rittgarn (46. Eichler) - Wirth (50. Göbel), Ohms, Nickel VfL Kassel: Gerwig - Vaupel, Korth (44. Karakuz), Winter, Abdali - Haack, Peter, Simon (68. Kunze), Krauss, Däter - Lambertz SR: Franke (Bad Arolsen) Zuschauer: 100 Tore: 1:0 Vaupel (1./Eigentor), 1:1 Karakuz (52.), 2:1 Eichler (61.), 3:1 Breuning (74.), 3:2 Peter (77.), 4:2 Ohms (78.), 4:3 Haack (84.), 4:4 Krauss (90.+2)

Von Jan Wendt

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