Nach dem verpassten Aufstieg will Heiligenrode in nächster Saison wieder angreifen

Erst Frust, dann Kampfansage

Viel Betrieb vor dem Heiligenröder Gehäuse: Die Niestetaler Daniel Eisenträger (Mitte) und Torwart Martin Kubitzek wehren den Angriff von Ante Grgic ab. Foto:  Fischer

Niestetal. „Ich weiß noch immer nicht, was ich sagen soll. Das war ein Totalausfall.“ Auch drei Tage nach dem 0:4 gegen Zierenberg und dem damit verpassten Aufstieg in die Fußball-Gruppenliga wirkt Heiligenrodes Trainer Matthias Schmelz noch richtig niedergeschlagen. Die abschließende Aufstiegsrunden-Partie der Niestetaler am Mittwoch in Sontra (19 Uhr) hat somit nur noch statistischen Wert.

„Wir haben schon vor den Entscheidungsspielen mit Klassenleiter Horst Riemenschneider gesprochen, ob denn eventuell mehr als eine Mannschaft aufsteigt. Aber da hat er uns keine Hoffnung gemacht, zumal wir dafür ja erst mal Zweiter werden müssten“, sagt Schmelz. Aufgrund von vier Verbandsliga-Absteigern sei die Unterschreitung der Sollstärke nicht in Gefahr.

In Heiligenrode hat man indes eine Riesenchance vertan. Vor einer unglaublichen Kulisse. 700 Zuschauer wollten das Spiel des TSV sehen, die Straßen rund um den Sportplatz waren voll mit geparkten Autos, und auch in den Geschäften wollte man stets über den Zwischenstand informiert werden. „Ob das große Interesse für die Spieler eher belastend war, kann ich nicht sagen. Aber ausgeschlossen ist es nicht“, so Matthias Schmelz, der nun viel Aufbauarbeit leisten muss.

Trotz des Frustes herrschte aber recht schnell wieder eine Aufbruchstimmung. Mit Kampfansage. „Der Aufstieg ist nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Wir wollen nächstes Jahr Meister werden“, erklärt Schmelz, der am Mittwoch noch einmal als verantwortlicher Coach auf der Bank sitzt und danach an Carsten Umbach übergibt. „Wir werden rotieren lassen und die Spieler einsetzen, die bislang nicht so viel Einsatzzeit hatten“, sagt Schmelz.

Und wie geht es danach weiter? „Ein Gespräch hat mir nach dem Spiel schon jede Menge Hoffnung gegeben. Florian Steinhauer wollte eigentlich wechseln, wenn wir nicht aufsteigen. Jetzt hat er sich aber entschieden zu bleiben“, sagt Schmelz, dessen Team nach einer langen Saison nur eine kurze Sommerpause bekommen wird. Zunächst geht es auf Abschlussfahrt nach Köln und dann steht Anfang Juli bereits der Trainingsauftakt für die im August beginnende neue Kreisoberliga-Spielzeit an. Das Ziel dafür haben die Niestetaler bereits klar definiert.

Von Torsten Kohlhaase

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