Fußball-Kreisoberliga: Torflut und unerwartete Ergebnisse sorgen für Gesprächsstoff

Kreisoberliga Fußball: 50 Tore in acht Partien

Drunter und Drüber: Aufregend wie im August zwischen dem Süsterfelder Alexander Becker (links) und Alibrahim Semoski von der SVH geht es auch momentan in der Fußball-Kreisoberliga meist zu. Archivfoto: Koch

Kassel. Liegt es am nahen Saisonende? Haben einige Abwehrreihen die Lust am Verteidigen verloren? Wie auch immer. In der Fußball-Kreisoberliga überbieten sich die Torschützen Woche für Woche selbst. An diesem Spieltag landete der Ball in acht Partien 50-mal im Kasten. Doch nicht nur die Ausbeute lässt aufhorchen. Vielmehr kam es auch zu überraschenden Spielausgängen. Wir schauen genauer hin.

Kaufunger Schützenfest

Fast schon normal erscheint der 12:0-Erfolg des designierten Meisters SV Kaufungen beim voraussichtlichen Absteiger VfR Süsterfeld nach dessen personellem Aderlass im Winter. Zumal der SVK mit einem Torverhältnis von 93:14 über die beste Defensive und auch Offensive verfügt. Erstaunlich: Der Spitzenreiter kassierte 24 Gegentore weniger als Heiligenrode mit der zweitbesten Abwehr.

Nordshausen bricht ein

Noch immer steht der SV Nordshausen in der oberen Tabellenhälfte. Dass er in den beiden letzten Partien 15 Gegentreffer hinnehmen musste, überrascht. Weniger noch das 0:7 auf eigenem Platz gegen den Zweiten aus Heiligenrode als vielmehr das 1:8 in Bettenhausen, wobei Dominik Groß den Ehrentreffer in der Nachspielzeit erzielte. Woran es liegt? „Das ist ein körperliches Problem. Wir haben keine Leute mehr und brechen nach der Pause ein“, erklärt Trainer Dirk Peter und betont: „Meinen Ansprüchen als Trainer genügt das nicht. Gut, dass wir in der Hinrunde genug Punkte geholt haben.“ Übrigens: Bettenhausen unterlag vier Tage nach dem 8:1 ebenfalls auf eigenem Platz der SVH Kassel, die nun als Zwölfter bereits 62-mal traf, mit 1:5. Ahnatal im Tief

„Zurzeit läuft alles gegen uns. Wir haben ein Tief, sind verunsichert und müssen viele Leute ersetzen“, fasst Frank Wambach die Misere der Ahnataler zusammen. Gegen das bisher nur einmal siegreiche Schlusslicht Dennhausen/Dörnhagen unterlag seine Elf zu Hause überraschend 0:2 und liegt nur noch um drei Punkte vor dem Relegationsplatz. „Aber wir haben alles noch selbst in der Hand und müssen uns jetzt zusammenreißen.“ Wilhelmshöhe bleibt dran

Zur Pause sah Wilhelmshöhe, das den Relegationsplatz belegt, in Hertingshausen bereits wie der sichere Verlierer aus. Dann machte die TSG in 23 Minuten aus einem 0:3 ein 4:3. Maik Ciba glich für den TSV zum 4:4-Endstand aus. Viele Tore und Gegentore wurden bei den Baunatalern in den letzten Jahren zur Tradition. Der stolzen Zahl von 72 erzielten Treffern stehen für einen Tabellenachten beachtliche 85 kassierte gegenüber.

Von Wolfgang Bauscher

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