Top 5 des heimischen Fußballs: Von einem starken Sandershäuser Schlussmann und super Schützen

Ein Hüne und ein Haufen Tore

Brachte den FC Bosporus zur Verzweiflung: Sandershausens Torhüter Samuel Zapico hielt gegen den Spitzenreiter seinen Kasten sauber. Foto: Hedler

kassel. Eine starke Torwartleistung, treffsichere Angreifer und ein prima Einstand – das vergangene Fußball-Wochenende hatte einiges zu bieten. Wir haben diese Ereignisse in einer Top 5 des heimischen Fußballs zusammengefasst.

1.Überragend: Wer Torwart Samuel Zapico vor sich hat, der hat keine freie Sicht mehr auf die Frühlingssonne. 1,97 m misst der Winter-Neuzugang des Gruppenligisten TSG Sandershausen. „Von ihm wird man noch viel hören“, sagt Trainer Friedhelm Janusch über den 19-Jährigen. Beim 1:0 am Sonntag gegen den FC Bosporus machte der Spanier mächtig von sich reden. Er hielt einige schwierige Bälle. Zudem wehrte er in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter ab. Zapico, der für die kommende Saison bei der TSG schon zugesagt hat, gilt als entwicklungsfähig und hat seine Stärken in der Strafraumbeherrschung. Durch gute Kontakte Januschs zu einem Freund in Spanien fand Zapico, zuvor in der höchsten Jugendliga seines Heimatlandes beheimatet, den Weg nach Niestetal. Das Torwart-Talent verständigt sich zurzeit nur auf Englisch, lernt aber fleißig Deutsch.

2.Herausragend: Beim 7:1-Sieg im Verbandsliga-Derby gegen die Reserve des KSV Baunatal ragte ein Spieler aus dem homogenen Löwen-Team heraus: der Südkoreaner Taekhyun Lee. Er erzielte drei Treffer und bereitete zwei Tore vor. „Er ist diszipliniert und laufstark und hat ein Näschen für die gefährlichen Situationen“, lobt Kassels Coach Thorsten Hirdes den Angreifer, der diesmal eine andere Rolle als sonst übernommen hatte. Wirbelt Lee normalerweise auf der linken Außenbahn, so beorderte ihn Hirdes anstelle des erkrankten Rolf Sattorov ins Zentrum – wo er traf und traf. „Bei den Kollegen ist er sehr beliebt“, sagt Hirdes. Dabei spricht Lee, vor einem Jahr zum KSV gekommen, kein deutsch. Aber was sein Trainer von ihm will, versteht er.

3.Hervorragend: Maßgeblich am 6:0-Erfolg seines BC Sport in der Kreisoberliga gegen die TSG Wilhelmshöhe war Stürmer Abdullah Al Omari beteiligt. Dem 27 Jahre alten Stürmer gelangen vier Treffer, einen erzielte er per Foulelfmeter. Schon seit einigen Jahren lässt er immer mal wieder aufhorchen. Al Omari, in den Saisons 2012/13 und 2013/14 bei Viktoria Bettenhausen, trug in der zweiten Spielzeit beim VfB dazu bei, dass die Bettenhäuser den Klassenerhalt schafften. Anschließend wechselte er zum damaligen Verbandsligisten BC Sport und setzte ebenfalls einige Ausrufezeichen. Nach einem kurzen Gastspiel beim KSV Baunatal II kehrte Al Omari im vergangenen Sommer an den Kreisel zurück – mit Erfolg: Für die Sportianer war er in acht Partien zehnmal erfolgreich.

4. Überraschend: Gerade einmal zwei Siege hatte der FC Hermannia 09 Kassel in der Kreisliga A, Gruppe 2, Kassel bis zur Winterpause eingefahren. Dann kam mit Wolfgang Zientek ein neuer Trainer und mit ihm eine Reihe neuer Spieler. Seither läuft es besser für den Nordstadtklub. Zwei Partien bestritten die Hermannen bisher. Zum Auftakt schlugen sie auf eigenem Platz den SV Türkgücü II mit 2:1. Und auch an diesem Wochenende setzten sie sich durch. Beim AFC Kassel gewannen sie nach Treffern von David Saiti und Jannick Menzel ebenfalls 2:1. Mit den sechs Zählern rückten sie auf Rang 13, den ersten Nichtabstiegsplatz, vor und überflügelten die Reserve der TSG Wilhelmshöhe.

5.Auftrumpfend: Den höchsten Sieg des Wochenendes feierte die zweite Mannschaft der SG Ahnatal. In der Kreisliga B, Gruppe 1, veranstaltete der Achte beim 14:0 (3:0) auf eigenem Platz gegen die zweite Garnitur des FSV Kassel ein wahres Schützenfest. Kevin Pelitsch war mit drei Treffern am erfolgreichsten. Er war es auch, der den Torreigen eröffnete (9.) und ihn in der Schlussminute abschloss. Neben ihm trugen sich mit Tobias Wölk, Valerio Gelsomini, Sascha Schäfer und Maurice Haase vier Schützen je zweimal in die Liste ein. Letzterer schien verantwortlich für die besonderen Treffer: Denn er machte jeweils das halbe und das ganze Dutzend voll.

Von Björn Mahr, Wolfgang Bauscher und Horst Schmidt

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