Nach 2:0-Sieg in Ahnatal: Kreisoberligist schöpft Hoffnung im Abstiegskampf – zwei Sonntagsschüsse

Kommt Fortuna aus dem Keller?

Fulminanter Führungstreffer: Fortunas Tom Zimmermann (Dritter von rechts) erzielte mit einem strammen Schuss den frühen Führungstreffer für die Kasseler. Anschließend ließ er sich von seinen Teamkollegen feiern. Foto: Malmus

Kassel. Lebenszeichen im Abstiegskampf: Drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt entführte Kreisoberligist Fortuna Kassel bei der SG Ahnatal. Am Ende hieß es 2:0 (1:0) für das Tabellenschlusslicht, das damit den zweiten Sieg in Serie feierte.

Die Hoffnung ist zurückgekehrt – zwei Sonntagsschüssen sei Dank. Vor zwei Wochen schien die Fortuna mit nur sieben Pünktchen schon so gut wie abgestiegen. Die Wende kam mit dem Derbyerfolg gegen den VfL Kassel. Der Sieg gegen einen direkten Konkurrenten aus dem Tabellenkeller war wichtig. Die Nicht-Abstiegsplätze sind wieder in Reichweite. DAS GLÜCK Mannschaften, die um den Ligaverbleib kämpfen, fehlt oft das Glück – das ist eine Binsenweisheit. In der 16. Minute schien das Glück aber auf der Seite der Kasseler zu sein: Fortunas Stürmer Tom Zimmermann gelang von der Strafraumgrenze ein sehenswerter Treffer. Ahnatals Torwart Tobias Stein war chancenlos – der Ball schlug im Winkel ein. Die verdiente Führung.

Kurz vor Schluss fiel dann die Entscheidung. Und schon wieder meinte es die Glücksgöttin gut mit der Fortuna. Aus knapp 25 Metern erzielte Kapitän Patrick Helm das 2:0. Sein direkt verwandelter Freistoß flog durch die Ahnataler Mauer und landete unhaltbar im Tor. DER KAMPF Die etwa 150 Zuschauer sahen ein kampf- und körperbetontes Kellerduell. Ganze neunmal zückte der Unparteiische Dirk Walter die gelbe Karte. Es ging ordentlich zur Sache – Abstiegskampf pur in Ahnatal. Auch wenn die Gäste mehr vom Spiel hatten, es kam wenig Spielfluss zustande. Viele Nickligkeiten und Fouls prägten das Geschehen auf dem Spielfeld. Und Torchancen? Davon gab es nicht allzu viele.

Und was war eigentlich mit Ahnatal? Bei der Mannschaft von Trainer Marc Krug lief nur wenig zusammen. Die erste Halbzeit verschliefen die Ahnataler komplett. Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Gastgeber – wirklich zwingend vor dem gegnerischen Tor wurde es letztlich aber nicht mehr. DAS SYSTEM „Wir haben heute gezeigt, dass wir Fußball spielen können.“ So kommentierte Fortunas Spielertrainer Jan Niklas Hanske den Auftritt seiner Mannschaft. Im 3-5-2-System ließ die Gästeabwehr um Hanske nur wenig zu. Für eine Mannschaft, die im Tabellenkeller steht, eine solide und alles andere als selbstverständliche Tatsache. In der Offensive setzte die Fortuna immer wieder wirkungsvolle Nadelstiche. Besonders Tom Zimmermann spielte häufig seine Schnelligkeit aus und war ein ständiger Unruheherd im gegnerischen Strafraum.

Hanske brachte es kurz nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Wir haben heute mehr Biss und Leidenschaft gezeigt. Auf dieser Leistung können wir aufbauen.“

Von Raphael Wieloch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.