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Haack rettet doch noch einen Punkt

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Angespannt: Tom Nolte vom TSV Wolfsanger (links) im Duell mit dem Rengershäuser Seyhmus Elgaz (Mitte). Felix Heckmann (rechts) beobachtet die Szene.
Angespannt: Tom Nolte vom TSV Wolfsanger (links) im Duell mit dem Rengershäuser Seyhmus Elgaz (Mitte). Felix Heckmann (rechts) beobachtet die Szene. © andreas fischer

Das Topspiel der Fußball-Kreisoberliga Kassel zwischen Tabellenführer und Gastgeber TSV Wolfsanger und Verfolger Tuspo Rengershausen endete am Sonntag unentschieden. Nach abwechslungsreichen 90 Minuten stand ein 3:3 (1:2). Die Zuschauer bekamen bei strömendem Regen eine Partie geboten, die alle Kriterien eines Spitzenspiels erfüllte: viele Tore, hoher Unterhaltungswert, intensive Zweikämpfe und Spannung bis zum Schluss.

Aber der Reihe nach. Die Gäste aus Rengershausen begannen extrem bissig und motiviert und gingen nach flacher Hereingabe von Abdelganie Zmiro durch ein Eigentor von Julian Reuner verdient in Führung (19.). Eingeleitet wurde der Angriff von Kapitän Manuel Schmidt, der sechs Minuten später eine Ecke von Kristijan Jurecivic per Kopf zum 0:2 verwertete.

„Wir sind schlecht ins Spiel gestartet, der Gegner hat das am Anfang sehr gut gemacht“, wusste auch Wölfe-Trainer Taylan Bilecen. Seine Mannschaft kam gegen Ende der ersten Halbzeit allerdings etwas besser ins Spiel und durch ein Kopfballtor von Lukas Haack zum Anschlusstreffer (32.). Kristian Noja hatte sogar das 2:2 auf dem Fuß (39.). Die Pausenführung für Rengershausen war dennoch verdient.

Der Tabellenzweite startete dann auch in den zweiten Durchgang besser als die Hausherren und erhöhte durch einen Jurecivic-Freistoß, an dem Manuel Schmidt wohl noch mit dem Kopf dran war (47.). In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit intensiven Zweikämpfen und Chancen auf beiden Seiten. Das 2:3 fiel nach einer Ecke, erneut war Haack per Kopf zur Stelle (81.). „Mit einem Kopfballtor hatte es bei mir länger nicht geklappt, heute dann direkt zweimal, das war gut“, freute sich der Stürmer nach dem Spiel.

Und für ihn war damit noch nicht Schluss: Nach tollem Steilpass von Edwin Grefenstein umkurvte er Tobias Lenz im Tor der Gäste und schob zum viel umjubelten 3:3 ein (84.). „Es war ein Duell auf Augenhöhe. Das Unentschieden ist verdient“, urteilte der Dreierpacker. Auf der Gegenseite überwog nach Spielende natürlich die Enttäuschung darüber, die Rückreise nicht mit drei Punkten im Gepäck anzutreten: „Wir sind selber schuld, wir haben 3:1 geführt. Zwei Gegentore fallen nach Standards, die haben wir nicht gut verteidigt“, ärgerte sich Tuspo-Trainer Boris Bajic, der den Kopf aber nicht in den Sand steckt: „Wir hatten ein Übergewicht an Spielanteilen. Das Leben geht weiter.“

Wolfsanger: Kam Naksh - Grefenstein, Geib, Hegmann, Reuner (65. Yazici) - Meier (60. Salioski), Nolte, Richter, Demaj (76. urbano) - Noja, Haack

Rengershausen: Lenz - Adarghal, Zahirovic, Hamidi, Goezet - Elgaz, Nessianpour (72. Lanatowitz), Schmidt (77. Müller) - Zmiro, Köhler (62. Metz), Jurecivic

SR: Dervisi (Vollmarshausen)

Zuschauer: 120

Tore: 0:1 Reuner (ET, 19.), 0:2 Schmidt (25.), 1:2 Haack (32.), 1:3 Schmidt (47.), 2:3 Haack (81.), 3:3 Haack (84.)

Von Arvid Schöne

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