Viel mehr Brisanz geht nicht

Nach turbulenter Woche empfängt Dennhausen ausgerechnet BC Sport

Neuer Trainer beim BC Sport: Marco Seifert.

Kassel. Eigentlich wäre es ein Spiel wie jedes andere, wenn am Sonntag ab 15 Uhr im Kellerduell der Fußball-Kreisoberliga Aufsteiger SG Dennhausen/Dörnhagen den Konkurrenten BC Sport in Dennhausen empfängt.

Doch nachdem die Fuldabrücker sechs Spieler in Richtung der Sportianer ziehen lassen mussten, steckt jede Menge Brisanz in der Partie. Fragen und Antworten:

Hat sich der BC Sport denn in den vergangenen Tagen noch mal verstärkt?

Ja, fünf weitere Spieler haben sich laut Marco Seifert dem Verein unter der Woche angeschlossen: Martin Klimanek (SV Kaufungen), Maximilian Kreczmanski (TSV Wolfsanger), Dragan Ljoljo (KSV Baunatal II), Fabio Röse (RW Fürstenhagen) und Mario Di Carlo (AFC Kassel). Mit weiteren Neuzugängen, unter dem Aspekt die Spielerdecke zu vergrößern, ist bis zum Ende der Wechselperiode zu rechnen. Auf die sportlichen Ziele angesprochen meint Seifert kurz und knapp: „Platz zwei bis vier ist noch machbar.“

Gibt es bei den dezimierten Fuldabrückern inzwischen personelle Verstärkungen?

Nein. Akteure, die bisher für andere Vereine gespielt haben, sind für den Klub nicht finanzierbar. Spieler, die zuletzt vereinslos waren, sind zwar interessiert, doch außer lockeren Gesprächen gibt es noch keine Fakten. „Natürlich ist unser Ziel, die Klasse zu halten, mit den Abgängen in weite Ferne gerückt. Die jahrelange Aufbauarbeit wird mit einem Federstrich kaputt gemacht. Das ist nicht Sinn des Sports“, sagt Trebing.

Werden alle ehemaligen Dennhäuser Spieler gegen ihren alten Klub auflaufen?

„Nein. Zum einen sind Spieler verletzt, zum anderen befinden sich welche im Urlaub. Und nicht zuletzt werde ich meine Spieler schützen, damit sie nicht den Attacken der Gegner ausgesetzt sind“, befindet Marco Seifert.

Mit welcher Stimmung ist zu rechnen?

Marco Seifert rechnet nach den Medienberichten und den Reaktionen in den sozialen Netzwerken mit einer aufgeheizten Atmosphäre. Jeder, der Kritik übt, solle sich bei den ehemaligen Spielern der SG Dennhausen/Dörnhagen informieren, warum sie den Verein gewechselt hätten. Die meisten wären bereits in Hopfelde/Hollstein unter seiner Leitung am Ball gewesen, weshalb auch die Kontakte zustande gekommen sind. Trainerkollege Matthias Träbing, der im übrigen von vielen seiner Kollegen aus der Kreisoberliga moralische Unterstützung bekam, geht davon aus, dass die Gäste am Sonntag nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen werden.

Wird es einen zusätzlichen Sicherheitsdienst geben?

„Als gastgebender Verein sind wir für einen ordentlichen Ablauf zuständig. Selbstverständlich stellen wir uns darauf ein, dass Unvorhergesehenes passieren kann“, sagt Trainer Trebing abschließend.

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