Kreisoberliga: Team führte in Ahnatal kurz vor dem Ende

Spieler des BC Sport sorgt für Abbruch nach versuchter Kopfnuss

Ahnatal. Weil ein Spieler einen Linienrichter angegangen haben soll, ist ein Spiel der Fußball-Kreisoberliga abgebrochen worden. Die unschöne Tat ereignete sich am Ende des Spiels zwischen der SG Ahnatal und dem BC Sport.

Der BC Sport war soeben durch Adem Usta mit 3:2 in Führung gegangen, als ein Teamkollege Ustas zum Mann an der Linie ging und ihm eine Kopfnuss verpassen wollte. Aus welchem Grund, ist nicht wirklich klar.

Fest steht, dass es sich bei dem Linienrichter um einen Vereinsvertreter der Ahnataler handelt, der die Funktion als Assistent ausübte. In der Kreisoberliga ist es üblich, dass kein Schiedsrichtergespann die Partien leitet, sondern ein einzelner Schiedsrichter, der dann Unterstützung von beiden Vereinen erhält.

Schiedsrichter Klaus Burkart (46) vom SSC Liebenau bestätigte den Abbruch, ohne näher darauf einzugehen. Er machte aber klar, dass er zwingend habe so handeln müssen. Denn der als Linienrichter eingesetzte Betreuer hat in diesem Fall offizielle Funktion – die Situation wird also so bewertet, als wäre der Schiedsrichter tätlich angegangen worden. Beide Mannschaften hätten das eingesehen, auch die Verantwortlichen des BC Sport hätten sich anschließend vorbildlich verhalten. Die Lage hätte sich daher schnell wieder beruhigt. Trotzdem: „Sowas habe ich noch nicht erlebt“, sagt Burkart. „Eigentlich will man ein Spiel immer ordnungsgemäß über die Bühne bringen und dann in Ruhe nach Hause fahren.“

Der Trainer der Gastgeber, Frank Wambach, bestätigte die Schilderungen des Schiedsrichters: „Es war ein richtig schönes Freistoßtor von Adem Usta zum 3:2 in der 87. Minute, das musste man neidlos anerkennen. Danach lief ein Spieler des BC Sport provozierend an den Ahnatalern Zuschauern und auch an mir vorbei, und versuchte dann, unserem Betreuer, der als Linienrichter eingesetzt war, eine Kopfnuss zu geben. Diese Aktion war mir völlig unverständlich, schließlich führte der BC Sport ja. Gott sei Dank ist am Ende aber alles glimpflich abgegangen, unser Betreuer ist wohlauf.“

Der Trainer der Sportianer, Marco Seifert, beschreibt die betreffende Szene so: „Es war eine sehr aufgeheizte Atmosphäre uns gegenüber, und als Adem Usta den Freistoß zum 3:2 ins Netz geknallt hat, liefen Zuschauer auf den Platz. Mittendrin war auch ein Spieler von uns, der Kopf an Kopf mit einem Ahnataler Betreuer stand. Dies war allerdings meines Erachtens nicht der Linienrichter, denn der stand genau neben mir. Es hat aber kein tätlicher Angriff stattgefunden.“ Ein Nachspiel wird der Abbruch auf jeden Fall haben. Denn wie die Partie gewertet wird, muss am Ende das Sportgericht entscheiden.

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