Meister vor dem Favoriten 

TSV Hertingshausen: Mit Teamgeist zum Kreisoberliga-Titel

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So sehen Sieger aus: der Kreisoberliga-Meister TSV Hertingshausen. (Klick aufs Bild zeigt ganze Mannschaft.)

Der TSV Hertingshausen sicherte sich die Meisterschaft der Fußball-Kreisoberliga und spielt nach 1991/92 zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte wieder in der Gruppenliga.

Durch eine überragende Saison holte sich der TSV den Titel vor dem großen Favoriten BC Sport.

Das Fundament

Natürlich wird auch in Hertingshausen Jugendarbeit betrieben, jedoch weniger erfolgreich in den älteren Jahrgängen. Viele der TSV-Akteure haben ihre Fußball-Vergangenheit beim KSV Baunatal. Mit Fundament ist daher eher das Team gemeint, das im Großen und Ganzen seit Jahren zusammenspielt. Leistungsträger der Meistermannschaft waren vor allem der junge Cedric Götz (21 Jahre) im Tor, Abwehrspieler Philipp Prantschke, Mittelfeldregisseur Martin Pierog sowie Torjäger Maik Ciba, der unfassbare 54 Tore in dieser Spielzeit erzielte.

Die Saison

Die Verantwortlichen um den neugewählten Abteilungsleiter Norman Prantschke holten vor der Spielzeit Mario Bierschenk als Trainer. Sie erhofften sich durch den 52 Jahre alten erfahrenen Übungsleiter neue Impulse. Das zahlte sich aus. Schon der Start in die Spielzeit war für die Hertingshäuser ein Traum. Dem Team gelangen zu Beginn fünf Siege mit einem Torverhältnis von 32:4. Im Nachholspiel der Hinrunde gab es die einzige Niederlage mit 0:1 gegen Tuspo Rengershausen.

Der Trainer

Mario Bierschenks Zielsetzung lautete vor der Saison: „Vorn mitspielen.“ Dies ist in souveräner Manier gelungen. Schnell erarbeitete sich der Coach mit seiner menschlichen und zugänglichen Art den Respekt der Mannschaft. Viel musste Bierschenk gar nicht ändern, vielleicht nur so viel: Die Spieler nachhaltig von ihren Fähigkeiten überzeugen und ihnen das nötige Selbstvertrauen einhauchen.

„Die Meisterschaft ist das Ergebnis eines ausgeglichen und breit aufgestellten Kaders, einer hohen Trainingsbeteiligung und eines herausragenden Teamgeistes“, gibt Bierschenk das Lob an seine Mannschaft weiter.

Die Zukunft

Den Aufstieg haben sie kräftig gefeiert, sind dann aber schnell in den Arbeitsmodus übergegangen. Das Team muss für die neuen Aufgaben ergänzt und neu aufgestellt werden. „Leider stehen uns Götz, der in Nürnberg studiert, und Ciba, der aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten will, nicht mehr zur Verfügung“, sagt Abteilungsleiter Prantschke, der selbst noch Fußball spielt. Das Klagen ist verständlich, schließlich hinterlasen der hochtalentierte Torhüter und der 50-Tore-Stürmer eine große Lücke.

„In Verein und Umfeld wird das Team vorbildlich unterstützt“, stellt Prantschke fest. Jetzt hofft er auf die Zuordnung in die Gruppe 1 der Gruppenliga – wegen der Derbys gegen die Nachbarn von Eintracht Baunatal und der SG Edermünde.

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