Fußball-Kreisoberliga: Neukirchen und Felsberg/Lohre/Niedervorschütz lauern

Bleibt Hastrich-Elf vorn?

Im Kampf um den Aufstieg: Viktor Deiwald (li.) vom Tabellenzweiten SC Neukirchen und Alexander Müller vom Liga-Dritten FV FeloNi. Foto: Kasiewicz

Schwalm-Eder. Sechs Spieltage vor Saisonende könnte der Aufstiegskampf in der Fußball-Kreisoberliga Schwalm-Eder kaum spannender sein. Das Rennen machen die SG Immichenhain/Ottrau (47 Punkte, 46:18 Tore), der SC Neukirchen (45, 54:21) und der FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz (43, 47:27) unter sich aus.

Wir würden das Abenteuer Gruppenliga schon gerne wagen“, sagt SG-Spielertrainer Helge Hastrich, räumt aber auch ein: „Für uns ist der Aufstieg kein Muss. Wir sind stressfrei durch die Saison gekommen und verspüren weiterhin keinen Druck.“ Schon seit 2008 ist der Mann aus dem Limburger Raum für die Kicker aus Immichenhain und Ottrau verantwortlich und gilt als Glücksfall für den Verein.

Denn das junge Team, das bis auf Hastrich eher als U 23 daherkommt, ist über die Jahre zusammengewachsen - auf und neben dem Platz. Mit Konstantin Kurz, Jannis Naumann, Jonas Korell, Dennis Möller und Christian Gabel leisten gleich fünf Spieler aus der „Ersten“ Vorstandsarbeit. „Während andere Mannschaftsabende vereinbaren müssen, müssen wir fast schon zusehen, dass mal was getrennt gemacht wird“, erklärt der Erfolgscoach augenzwinkernd.

So erklärt sich, dass die SG nach drei Niederlagen in Serie im März ganz stark mit drei Siegen in Folge zurück an die Spitze gekommen ist. „Die Jungs nehmen alles akribisch auf und arbeiten konsequent an sich“, lobt Hastrich seine eingespielte Mannschaft.

Gleich einige Stammkräfte kennen ihren Neukirchener Rivalen aus dem Effeff - denn beide Vereine betreiben eine Jugendspielgemeinschaft. Kein Wunder, dass auch Adam Biernacki sagt: „Bei uns passt die Mischung. Jetzt wollen wir möglichst viele Spiele gewinnen, um eine tolle Runde zu krönen.“ Allerdings ist die Liga für den SCN-Abteilungsleiter eine Wundertüte, weil Jeder Jeden schlage könne.

Das weiß das Team um die Dauerbrenner Tobias Zinn, Christian Miletzki und Timm feit nur zu gut, denn in der Hinrunde ließ Neukirchen bei vier Heimniederlagen Punkte liegen. Jetzt ist die Elf von Trainer Horst Brandner seit sechs Partien (fünf Siege) ungeschlagen. Und damit drauf und dran, ihrem scheidenden Coach (wechselt zum Frankenberger Kreisoberligisten TSV Erksdorf) einen tollen Abschied zu schenken, ehe Tobias Feit im Sommer das Ruder übernimmt.

Mein Tipp ist Neukirchen. Wir haben es leider nicht mehr in der Hand“, trauert Jürgen Clobes nach drei Niederlagen für seinen FV „FeLoNi“. Der Teammanager bemängelt die Abschlussschwäche beim Tabellendritten, der nach Ostern die Rangliste noch mit fünf Zählern Vorsprung anführte. Doch ausgerechnet die Mannschaft, die vor der Serie am höchsten gehandelt wurde, schwächelt im Endspurt. Auch, weil mit Roland Zimmermann, Witali Merker und Normann Wienes der Elf von Trainer Armin Rohde wichtige Kräfte fehlen.

Von Sebastian Schmidt

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