Kreisfußballtag: Aktueller Ausschuss um Erwin Naumann möchte weitermachen

Neuwahlen beim Kreisfußballtag: Chance für Hassenpflug?

Kann sich eine Rückkehr ins Amt vorstellen: Herbert Hassenpflug. Foto: Kasiewicz

Gudensberg. Das spannendste Ergebnis ist an diesem Wochenende im Schwalm-Eder-Kreis nicht auf einem Sportplatz zu erwarten. Denn am Samstag (14 Uhr, Bürgerhaus Gudensberg) steht der Kreisfußballtag mit Neuwahlen auf dem Programm.

Und da kann es zu einer Kampfabstimmung kommen. „Wenn mich jemand nominiert, dann stelle ich mich der Wahl“, erklärt Herbert Hassenpflug auf Anfrage und bestätigt damit seit vergangenen Herbst wabernde Gerüchte, dass der ehemalige Kreisfußballwart bereit für eine Rückkehr auf den Vorsitz im Schwalm-Eder-Kreis ist.

Erwin Naumann, seit vier Jahren im Amt, nimmt’s sportlich: „Die Vereine sollen die für sie beste Wahl treffen. Wir wollen mit dem jetzigen Team geschlossen weitermachen“, bekräftigt der Mann aus Fritzlar-Geismar. Neben dem Kreisfußballwart werden dessen Stellvertreter, der Kassenwart, Referent für Frauenfußball, Pressewart, Referent für Freizeit- und Breitensport, Koordinator für Qualifizierung, der Ehrenamtsbeauftragte und Kreisadministrator, Vorsitzende und Mitglieder des Kreissportgerichtes, Mitglieder für das Regionalsportgericht sowie Delegierte für den Verbandstag gewählt.

Strebt die Wiederwahl an: Kreisfußballwart Erwin Naumann. Foto: Archiv/nh

Zu der Pflichtveranstaltung aufgerufen sind 120 Vereine mit insgesamt 21285 Mitgliedern, aus denen 337 Stimmen abgegeben werden. Am brisantesten ist die Frage, ob die Vereinsvertreter mit der Arbeit von Naumann und dessen Team zufrieden sind. Der 67-Jährige gilt als konsequent, war von 1993 bis 2000 Mitglied des Sportgerichts und ab 2004 dessen Vorsitzender, ehe der ehemalige Bankkaufmann 2012 in Treysa zum Kreisfußballwart ernannt wurde.

Schon seinerzeit hätte es zum Duell zwischen ihm und Hassenpflug kommen können. Doch damals hatte ihn Rolf Hocke, der Präsident des Hessischen Fußball-Verbands aus Wabern, zur Seite genommen und von einer Kandidatur abgeraten. Das dürfte nicht wieder passieren. „Ich möchte endlich wieder erhobenen Hauptes auf die Plätze gehen können und reinen Tisch haben“, sagt der Hülsaer, der auf 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit zurückblicken kann und dreimal als Kreisfußballwart (erst Fritzlar-Homberg, dann Schwalm-Eder) gewählt wurde.

Zur Erinnerung: Im Juni 2011 machte der Schwalm-Eder-Kreis bundesweit unrühmliche Schlagzeilen. Zwei Mitglieder des Kreisschiedsrichteraussschusses hatten Herbert Hassenpflug und den damaligen Schiedsrichter-Boss Dieter Weppler beschuldigt, Zahlen beim Schiedsrichter-Pflichtsoll manipuliert und insgesamt neun heimische Vereine bevorteilt zu haben.

Weppler trat sofort zurück, auch Hassenpflug ließ sein Amt ruhen. Das Hessische Verbandsgericht um den Vorsitzenden Adolf Hildebrandt enthob beide ihrer Positionen und sperrte sie für zwölf Monate. Dabei ging es nie um persönliche Bereicherungen, sondern um falsche Gutmütigkeit. Einem Gnadengesuch des ehemaligen Kreisfußballwarts wurde stattgegeben, so dass Hassenpflug seit März 2012 wieder tätig sein darf.

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