Kreisliga A 1: TSV Schwarzenberg wurde ungeschlagen Meister

Einfach Wahnsinn

Ganz stark: Der TSV Schwarzenberg als Meister der Kreisliga A 1 mit (oben von li.) Betreuer Steffen Späth, Thomas Wybierek, Tobias Lenz, Björn Schwarz, Dennis Knipschild, Björn Stelter, Yaseer Rasheed, Betreuer Klaus Stock und (Mitte von li.) Mannschaftsverantwortlicher Jochen Bernhardt, Yasar Özdemir, Omar Khalil, Hacim Djerlek, Arlind Kastrati, Nikolaj Hatikov, Trainer Jürgen Lohne, (vorne v.li.) Jörg Gutmann, Philipp Römer, Samir Sarferaz, Binyam Araya, Ruslan Muslin. Foto: Kasiewicz

Schwarzenberg. Die Bilanz klingt, als hätte eine Profitruppe die Fußball-Kreisliga A 1 aufgemischt: 25 Siege, sechs Unentschieden, keine Niederlage. Und das bei 115:19 Toren. Dabei ist das, was der TSV Schwarzenberg saisonübergreifend in den vergangenen 31 Partien geleistet hat, einfach ein Resultat überdurchschnittlicher Kameradschaft und gelungener Integration.

22 Akteure aus zehn Nationen kamen zum Einsatz. „Wir hatten eine gute Mischung. Ungeschlagen Meister zu werden ist natürlich echt Wahnsinn“, freut sich Jürgen Lohne. Der Erfolgscoach wollte oben mitspielen, weil er um die Qualität seiner Neuzugänge wusste. Die beiden Spielmacher Ruslan Musin (TSV Spangenberg) und Yasar Özdemir (Tuspo Nieste), Sechser Samir Sarferaz (Nieste) und Stürmer Arlind Kastrati (MTV Marktoldendorf) schlugen wie erhofft ein. In einem intakten Team, das auch richtige Schwarzenberger zu bieten hat.

Philipp Römer etwa, Lohnes Liebling, der bis auf Torwart überall eingesetzt wurde. Dennis Knippschild, der trotz langwieriger Leistenverletzung auf 15 Einsätze kam, und Mittelfeldmann Björn Steldter, dem beim 6:1 gegen den lange ärgsten Rivalen Fritzlar das 100. Saisontor gelang, sind TSVler durch und durch.

Als Glücksgriff erwies sich der Älteste im Kader: Jörg Gutmann. „Guti“, der früher zusammen mit Lohne Landesliga spielte, hielt mit 46 Jahren die Abwehr zusammen. Modern als Dreierkette, meist Seite an Seite von Kapitän Björn Schwarz und Yaseer Rasheed. Das Trio und die Sechser (Biniam Araya, Sarferaz, Knippschild) nahmen viel Arbeit vor dem jungen Torwart Tobias Lenz ab. „Spiele gewinnt man im Sturm, Meisterschaften in der Abwehr“, hatte der Coach seinem angriffslustigen Team eingeimpft. Mit Erfolg, denn nach dem elften Platz im ersten Jahr unter Lohnes Regie und dem siebten Rang im zweiten folgte nun in der dritten Runde eine Serie, die nicht nur im Schwalm-Eder-Kreis ihresgleichen sucht. Da waren Amateure eben echte Profis.

Von Sebastian Schmidt

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.