Fußball: TSV Schwarzenberg und TSV Röhrenfurth bilden nächste Spielgemeinschaft

„Fast perfekte Symbiose“

Ab nächste Saison gemeinsam als SG Schwarzenberg/Röhrenfurth: (v.l.) Schwarzenbergs Abteilungsleiter und künftiger SG-Chef Jochen Bernhardt, Co-Trainer Marco Hilgenberg Co Trainer Günter Klose und Röhrenfurths Spartenleiter Martin Bachmann. Foto: nh

Röhrenfurth/Schwarzenberg. Manchmal bietet sich eine Zusammenarbeit einfach an. Wenn etwa dem einen Verein (TSV Röhrenfurth) Spieler fehlen, er dafür aber über eine Reihe von Mitgliedern verfügt, die gewillt sind, sich für den Fußball zu engagieren. Und der andere zwar in der Lage ist, mit zwei Seniorenmannschaften die Saison zu bestreiten, der Spielbetrieb aber aufgrund von immer weniger fleißigen Ehrenamtlichen kaum noch aufrecht zu erhalten ist (TSV Schwarzenberg).

Kein Wunder also, dass die Röhrenfurther auf offene Ohren stießen, als sie im Oktober beim Nachbarn anklopften, um die Möglichkeiten einer Kooperation auszuloten. Das zentrale Motiv von Spartenleiter Martin Bachmann: „Der Fußball muss wieder Spaß machen.“ Den bereitete er zuletzt nicht. Aus Mangel an verlässichen Spielern, was nach der Winterpause sogar die Abmeldung der Röhrenfurther Reserve in der B-Klasse zur Folge hatte.

Da waren die Pläne einer Spielgemeinschaft schon fortgeschritten. Laut Schwarzenbergs Vorsitzenden Goldhart gewachsen aus der Erkenntnis, „dass wir uns hervorragend ergänzen.“ Hinzu gesellten sich schon länger vorhandene Sympathien der Verhandlungsführer auf persönlicher Ebene: Man kannte sich und man schätzte sich „Die Chemie stimmte von Anfang an“, bekräftigte Steffen Späth, stellvertretender Abteilungsleiter des TSV Schwarzenberg.

Trotzdem bedurfte es gerade in seinem Dorf Überzeugungsarbeit. „Das ist ein sensibles Thema“, weiß sein Kollege Frank Goldhart. Und hat durchaus Verständnis für die Angst Alteingesessener, dass der 1923 gegründete Verein mit der SG mittelfristig ganz verschwinden könnte. Schließlich hat dieser neben der Fußball- nur noch eine Gymnastik-Abteilung.

Gemeinsam in der JSG

Auch die meisten der überwiegend jungen Spieler aus beiden Dörfern, die ab nächste Saison gemeinsam in drei Mannschaften (einer ersten Mannschaft, trainiert von Günter Klose und Marco Hilgenberg, einer Reserve sowie, wenn möglich, einer dritten Mannschaft nach dem Norweger Modell mit neun Spielern) spielen sollen, kennen sich. Aus ihrem gemeinsamen Werdegang in der Jugendspielgemeinschaft Melsungen nämlich, in der neben Röhrenfurth und Schwarzenberg noch Melsungen 08, Obermelsungen und Kehrenbach/Günsterode zusammen geschlossen sind. Das macht die Symbiose für Martin Bachmann „fast perfekt“.

Sportlich sind die Ziele durchaus ehrgeizig. Mittelfristig will die neue SG aus dem Schatten des großen „Bruders“ MFV treten, sich als „attraktive Alternative im Altkreis etablieren“ (Späth) und dazu in die Kreisoberliga zurück kehren, aus der Schwarzenberg gerade wieder abgestiegen ist. Und natürlich soll das Vereinsleben wieder richtig Spaß machen.

Von Ralf Ohm

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