Hinrunden-Bilanz Fußball-Kreisoberliga: Hastrich-Elf in Lauerstellung – Bernhardt ist der Dauerbrenner

Fröhlich auf dem Weg nach oben

Das tat weh: Helge Hastrich (links, Immichenhain/Ottrau) wird hier von Andrej Lang (Bad Zwesten/Urfftal) abgeschossen.

Schwalm-Eder. Aufsteiger FSG Gudensberg ist in der Fußball-Kreisoberliga zur Winterpause das Maß aller Dinge. Mit der SG Immichenhain/Ottrau folgt ein weiterer Ex-Gruppenligist. Wieder los geht es am 4. März mit den Nachholspielen des VfB Schrecksbach gegen den SC Neukirchen und der SG Bad Zwesten/Urfftal gegen die FSG Efze 04.

Die Durchstarter

Trainer André Fröhlich hat allen Grund, stolz zu sein: 43 von 54 möglichen Punkten hat Spitzenreiter FSG gesammelt und nur beim 1:2 gegen Wabern II eine Niederlage kassiert. „Dass wir oben stehen, ist eine schöne Sache, aber die Tabelle ist durch Nachholspiele verzerrt und trügt“, sagt der 27-Jährige, der seine Elf mit Immichenhain/Ottrau, Bad Zwesten, Edermünde und dem SCN auf Augenhöhe sieht.

Die Sorgenkinder

Schlusslicht SV Niedergrenzebach wird sich sputen müssen, um den rettenden zwölften Platz, den derzeit die SG Beiseförth/Malsfeld innehat, zu erreichen. Vier Punkte nach 16 Spielen sind arg wenig. „Die Mannschaft benötigt dringend Erfolgserlebnisse, um selbstbewusst den Abstiegskampf annehmen zu können“, weiß der neue SVN-Spielertrainer Benjamin Lossek. Stark gefährdet sind auch der Melsunger FV II (11) und die FSG Chattengau/Metze (10). Auf dem Relegationsplatz liegt Neuling FSG Eder/Ems (13).

In Lauerstellung

Nach dem Abstieg ist Immichenhain/Ottrau um Spielertrainer Helge Hastrich eine der positiven Überraschungen. „Das Saisonziel bleibt Rang fünf bis acht. Nach Startproblemen haben wir uns gefunden und eine Serie von sieben Siegen hingelegt“, sagt Hastrich, der von einem Durchmarsch Gudensbergs ausgeht. Stark sind die Schwälmer vor allem bei Standards und in der Defensive.

Die besten Spieler

Drei der herausragenden Spieler kommen vom Tabellenführer FSG: Neben dem torgefährlichen Sturmduo Tom Siebert (19 Jahre) und Pascal Sopp (21) zählt Abwehrspieler und Kapitän Julian Lauterbach (21) zu den Führungsspielern im Team. SG Neuental/Jesbergs Marcel Dörrbecker (20) überzeugte mit starken Auftritten in der neuformierten Elf. Auch in der Kreisoberliga glänzt Angreifer Julian Bachmann (22) von der FSG Eder/Ems mit bisher sieben Toren. Einen großen Anteil an der Erfolgsgeschichte der FSG Efze 04 hat Mittelfeldspieler Sascha Grenzebach (21). Defensivstratege Tim Amrhein (19) ist im zweiten Seniorenjahr eine Stütze der SG Bad Zwesten/Urfftal. Der beste Vorbereiter (13) ist Immichenhain/Ottraus Roman Bernhardt (27), der zudem sechs Tore erzielt hat..

Spiele und Tore

In 132 Begegnungen gab es 69 Heimsiege, 26 Unentschieden und 37 Auswärtserfolge. Dabei wurden 534 Tore erzielt, was einem Schnitt von vier Treffern pro Partie entspricht. Häufigste Resultate waren das 2:1 (18 Mal) und das 1:1 (13). Die torreichste Begegnung fand beim 6:6 im Aufsteigerduell der SG Ohetal/Frielendorf gegen Eder/Ems statt. Den höchsten Heimsieg landete Beiseförth/Malsfeld beim 8:0 gegen Spangenberg. Die klarsten Auswärtsdreier nahm Bad Zwesten in Beiseförth mit (9:0). Tabellenführer Gudensberg bewies mit 28 Zählern aus zehn Spielen Heimstärke. In der Auswärtstabelle führt Edermünde um Spielertrainer Hannes Alter mit sechs Siegen an.

Zuschauer

Insgesamt passierten 15 123 Zuschauer die Sportplatztore. Die meisten Fans begrüßten die SG Bad Zwesten/U. und der SC Edermünde (beide im Schnitt 153) vor FSG Efze (141) und Gudensberg (140). Das geringste Interesse weckte der MFV II (56). Als Kassenschlager erwiesen sich zwei Derbys: In Bad Zwesten verfolgten 350 Fans die Partie gegen Neuental/Jesberg. Efze gegen Eder/Ems zählte 260.

Torjäger

Die Liste der treffsichersten Stürmer führt wie schon im Vorjahr Dennis Neumann aus Bad Zwesten an, der 19 Tore markierte. Es folgen André Strippel (Edermünde), Ohetals Dominic Thomas (beide 14), Tom Siebert (13, Gudensberg) und Nico Schumann (12, Beiseförth).

Fairplay

Staffelleiter Erwin Naumann registrierte 585 Verwarnungen, 25 Ampelkarten und zehn Platzverweise. Ohne Gelb-Rot und Rot blieb bis zur Winterpause einzig Immichenhain/Ottrau. In der Fair-Play-Wertung führt die SG vor Melsungen und Neuental/Jesberg. Schlusslicht ist Beiseförth/Malsfeld.

Namen und Zahlen

Insgesamt kamen 413 Kicker zum Einsatz, von denen nur Roman Bernhardt (Immichenhain/O.) in allen 18 Partien seiner Elf von der ersten bis zur letzten Minute (1620) dabei war. Dominik Naumann (SCE) und Vitali Parii (VfB) hatten mit einer Spielminute die geringste Einsatzzeit. Den größten Kader stellte Wabern II mit 38 Spielern gefolgt vom MFV II (35). Das wenigste Personal benötigten Zwesten (16) und Eder/Ems (20).

Von Bernd Krommes

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