Obergrenzebach überrascht positiv – Felsberg/Lohre/Niedervorschütz will mit Neuzugängen angreifen

Hastrich-Elf fast überall vorn

Angriffslustig: Immichenhain/Ottraus Daniel Itzenhäuser (2. von re.), der hier (von li.) Marcus Erler, Yasin Abdela und Manuel Walley vom FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz stehen lässt. Foto: Kasiewicz

Schwalm-Eder. Nach der Vorrunde stellt sich die Fußball-Kreisoberliga Schwalm-Eder nicht als Zweiklassengesellschaft dar. Sondern vielmehr als Spielklasse, in der im Aufstiegs- und Abstiegskampf vieles möglich ist und keine der 15 Mannschaften sich ihrer Position sicher sein kann.

Die Favoriten

Vor der Saison hatte kaum jemand die SG Immichenhain/Ottrau als Aufstiegsaspirant auf dem Zettel. Doch die Schwälmer um Helge Hastrich erzielten die meisten Treffer (37) vor den hoch gehandelten Teams des FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz (35) und des SC Neukirchen (34) und kassierten die wenigsten Gegentore (10) vor Neukirchen (14) und „FeLoNi“ (18). Als einzige ungeschlagene Mannschaft gingen die Schwälmer mit sechs Punkten Vorsprung auf den SCN und deren sieben vor der Rohde-Elf in die Winterpause. Spielertrainer Hastrich bremst die Euphorie in Immichenhain und Ottrau: „Wenn wir die ersten Spiele im Frühjahr gewinnen, können wir über die Gruppenliga nachdenken“. Das Überraschungsteam ist aber TuSpo Obergrenzebach als punktgleicher Vierter mit „FeLoNi“.

Auswärts hui, zu Hause pfui

Jürgen Clobes hat den direkten Aufstieg noch nicht abgehakt. „Wenn wir die Heimschwäche ablegen, können wir Meister werden“, sagt der Sportliche Leiter von „FeLoNi“, „mit den Auswärtsspielen sind wir zufrieden.“ Der Blick auf die Heim- und Auswärtstabellen gibt Clobes recht.

Sein Team ist mit sieben Punkten auf eigenem Platz zweitschlechtester Klub vor der SG WeWaLeCa (6). Zu Hause trumpften dagegen Immichenhain/Ottrau (20 Zähler), Obergrenzebach (16), der starke Neuling Gudensberg und die SG Englis/Kerstenhausen/Arnsbach (je 14) auf. Auswärts war „FeLoNi“ (21) am besten vor Neukirchen und dem Tuspo Guxhagen (je 16).

Für „FeLoNi“ gibt es nun zwei Neuzugänge und einen Rückkehrer. Torwart Marcel Clobes (vom FSC Lohfelden II) ersetzt Christian Emde (beruflich nach Wolfsburg), Roland Zimmermann ist vom USA-Trip zurück und Offensivspieler Robin Peter stößt zum FV.

Edermünde enttäuscht

Hinter dem Tabellenfünften Guxhagen, dessen Trainer Uwe Herkt zumindest die Platzierung halten will, stehen mit dem Melsunger FV II, Gudensberg, der FSG Chattengau/Metze, der SG Englis/Kerstenhausen/Arnsbach, dem TSV Spangenberg, dem FC Edermünde und dem TSV Wabern II sieben Mannschaften, die nur fünf Punkte trennen.

Enttäuschend war dabei bisher Edermünde als Fünftletzter. Trainer Dirk Langhans, der erst im November Spielertrainer Pierre Hommel beim Gruppenliga-Absteiger FCE ablöste, legt die Latte für seine Schützlinge nicht zu hoch: „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz und dann für die nächste Saison planen.“

WeWaLeCa in Not

Am Ende der Tabelle rangieren mit der FSG Efze (13 Punkte), dem Neuling SG Antrefftal/Wasenberg (12) und der SG WeWaLeCa (9) drei Teams auf den Plätzen, die nicht zum Klassenerhalt reichen dürften.

FSG-Coach Gilbert Maselowsky („Wir kommen da noch raus“) kennt die Situation. Antrefftals Spielertrainer Marco Schwab („Uns hilft nur eine starke Rückrunde“) ist wohl von der Situation ebenfalls nicht überrascht. Wohl aber Frank Ruhland, der als Wernswigs Trainer noch nie schlechter dastand. „Wir haben die Situation angenommen und werden alles geben, um drin zu bleiben“, sagt Ruhland. Der SG-Coach hofft auf die Rückkehr von Routinier Michel Künkel und hat mit dem erfahrenen Mittelfeldmann Tayfur Kecidar (vom Kasseler Kreisligisten TSG Wellerode) einen neuen Mann an Bord geholt.

Weiter geht"s am 8. März

Nach der bisher turbulenten Runde müssen sich die Fans der Klasse noch über zwei Monate gedulden, bis der Ball in der Kreisoberliga wieder rollt. Der erste Spieltag im Jahr 2015 ist für den 8. März angesetzt.

Von Peter Pfeiffer

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