Puskár hat Beiseförth/Malsfeld super verstärkt – Obergrenzebach muss sich steigern

FV mit Melake obenauf

Schwalm-Eder. Spannender könnte es in der Fußball-Kreisoberliga Schwalm-Eder zur Winterpause kaum aussehen: Von Spitzenreiter FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz (16 Spiele/35 Punkte) bis zum Tabellenachten VfB Schrecksbach (15/26) geht die Aufstiegszone. Packende Partien sind vorprogrammiert, wenn die Serie am 13. März weiter geht. Das fiel auf:

Titelanwärter

Mit einem 3:2 beim Konkurrenten Neukirchen sicherte sich Felsberg/Lohre/N-V am letzten Spieltag den Platz an der Sonne. „Unser Korsett mit Müller, Vollgraf und Elgaz im Mittelfeld ist das beste Zentrum, was die Liga bietet“, erklärt FV-Trainer Armin Rohde voller Stolz die Leistung seiner Mannschaft. Erster Verfolger ist die spielstarke und punktgleiche (bei einer Partie mehr) SG Beiseförth/Malsfeld.

„Nach dem Gruppenliga-Abstieg bin ich mit dem zweiten Platz zufrieden“, sagt SG-Coach Jürgen Lohne, der für die Rückrunde hofft, endlich auf den gesamten Kader um Routinier Daniel Simon zurückgreifen zu können. Als dritte Kraft folgen die Stehaufmännchen der Liga: der SC Neukirchen. „In Sachen Meisterschaft ist nichts entschieden, Ausrutscher wird es auch im neuen Jahr geben“, sagt Spielertrainer Tobias Elf.

Senkrechtstarter

120 Neuzugänge hatten im Sommer bei den 15 Teams angeheuert. Einen nahezu perfekten Einstand gab Gergö Puskár (24 Jahre) bei der SG Beiseförth/Malsfeld. Der Mittelfeldspieler kam aus der dritten ungarischen Liga und gehörte direkt zu den herausragenden Spielern der Lohne-Elf. Offensivtalent Seyhmus Elgaz (18) vom Tabellenführer Felsberg/Lohre/N-V überzeugte bis zu seiner schweren Verletzung (Schien- und Wadenbeinbruch) in seinen ersten Einsätzen im Seniorenbereich und erzielte sieben Tore in 14 Einsätzen. Gesetzt beim überraschenden Tabellenvierten Melsunger FV II ist Torjäger Christian Riemenschneider (19), der sich mit zwölf Toren für höhere Aufgaben empfahl. Seine Klasse unter Beweis stellte Torhüter Jan Model (31) vom Aufsteiger SV Niedergrenzebach, der in allen 16 Serienspielen des SV zwischen den Pfosten stand.

Volltreffer

Samuel Melake (26), der vom KSV Baunatal zu Felsberg/Lohre/N-V gewechselt war, übernahm von Beginn an eine Führungsrolle und glänzte mit vier Toren sowie zehn Torvorlagen. Schrecksbachs Tobias Kubitzek spielte in der vergangenen Serie zumeist Positionen im Defensivbereich, zu Beginn der neuen Saison übernahm er die ungewohnte Rolle des Stoßstürmers. Mit durchschlagendem Erfolg: Der 20-Jährige überzeugte mit acht Saisontoren und vier Vorlagen.

Aus Schrecksbach gekommen avancierte Benedikt Jäckel (23) im Trikot des SC Neukirchen zum wohl besten Stürmer der Liga. Einen großen Anteil am Erfolg des TuSpo Guxhagen hat Julian Umbach (27), der vom Nachbarn Edermünde zur Herkt-Elf kam und als Spielgestalter und Vorlagengeber (7 Assists) glänzt.

ENTTÄUSCHUNGEn

Der TuSpo Obergrenzebach, vor zwölf Monaten stark als Vierter, kam noch nicht in Schwung. Mit 15 Punkten stehen die Schwälmer auf dem zwölften Rang. „Wir wissen, dass die Mannschaft das Zeug hat, in der Kreisoberliga was zu bewegen“, erklärt Spielertrainer Nils Reuter. Auch Mitfavorit FC Edermünde blieb hinter den Erwartungen zurück. Auffällig bei der Elf von Trainer Dirk Langhans ist die eklatante Heimschwäche mit sechs Niederlagen. „Mit der Vorrunde bin ich so natürlich nicht zufrieden“, sagt Langhans, der auf die Rückkehr der beiden Langzeitverletzten Mike Lengemann und Jannik Löber setzt.

Kellerkinder

Das Tabellenende zieren zwei Neulinge, die beide einen beschwerlichen Weg vor sich haben. Besse (9 Punkte) und Schwarzenberg (5) stecken im Keller fest und hoffen auf eine bessere Rückrunde. „Wir sind das abgeschlagene Schlusslicht und nur ein Wunder kann uns noch vor dem Abstieg retten. Aufgegeben haben wir uns noch nicht“, erklärt Schwarzenbergs Trainer Günter Klose. Foto: Krommes

Von Bernd Krommes

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