Neukirchen stellt besten Angriff der Liga – Aufsteiger müssen direkt wieder runter

Rohde-Elf Maß aller Dinge

Führte die FSG in die Aufstiegsrunde: Matthias Tropmann.

Schwalm-Eder. Ziemlich spannend verlief die Saison in der Fußball-Kreisoberliga. Der FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz schaffte den Sprung in die Gruppenliga, die FSG Chattengau/Metze scheiterte in der Aufstiegsrunde nur knapp. Den bitteren Gang in die Kreisliga müssen die beiden Aufsteiger TSV Besse und TSV Schwarzenberg antreten. Erst in der Relegation gelang dem TuSpo Guxhagen der Klassenverbleib.

Der Meister

Der FV Felsberg/Lohre/N-V galt vor der Saison bereits als Aufstiegsfavorit. In einer HNA-Umfrage vor der Serie tippten die Trainer mehrheitlich auf die Felsberger, den SC Neukirchen und die SG Beiseförth/Malsfeld als Aufsteiger. So ähnlich kam es dann auch. Die Rohde-Elf wurde vor Neukirchen Meister.

Die Absteiger

Der TSV Schwarzenberg stand bereits lange vor dem eigentlichen Saisonende als Absteiger fest. Gerade dreimal schaffte es der TSV, als Sieger vom Platz zu gehen und holte in der kompletten Serie nur elf Punkte. Auch der zweite Absteiger ist ein Aufsteiger: Für den TSV Besse ging es nach nur einer Saison wieder eine Etage tiefer. Der beste Angriff

Der SC Neukirchen schaffte es, im Schnitt drei Tore pro Spiel zu erzielen. Mit 82 Saisontoren stellte die Feit-Elf eine überragende Angriffsreihe, inklusive Topstürmer Benedikt Jäckel (30 Treffer), der nun zum 1. FC Schwalmstadt wechselt. Doch auch Meister Felsberg/Lohre/N-V (72 Tore) sowie der Melsunger FV II und der VfB Schrecksbach (beide 69) bewiesen Offensivstärke.

Die beste Abwehr

Hier zeigte sich der Meister aus Felsberg als Bollwerk und ließ nur 33 Gegentore zu. Auf den Plätzen folgten - wie auch in der Tabelle - der SC Neukirchen und die FSG Chattengau/Metze mit jeweils 37 Gegentoren.

Die Überraschung

Recht unterschiedlich liefen zumindest im oberen Tabellendrittel die Hin- und Rückrunde. Bis zur Winterpause sah alles nach einem Zweikampf um den Titel aus, erst dann wurde es ein Dreikampf. Denn die FSG Chattengau/Metze kämpfte sich ran an die vorderen Plätze. Neun FSG-Siege und zwei Unentschieden stehen in der Rückrunde nur drei Niederlagen gegenüber. Der Lohn: Die Teilnahme an der Aufstiegsrunde. Namen und Zahlen

Insgesamt kamen 547 Fußballer zum Einsatz, von denen Mittelfeldspieler Marton Labath (Beiseförth/M.) sowie Torhüter Tobias Lenz (Schwarzenberg) in allen 28 Partien ihrer Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute (2520 Minuten) dabei waren. Den größten Kader stellten Melsungen II (42), Wabern II (35), Besse und Spangenberg (jeweils 34). Interessant: Das wenigste Personal benötigten die Spitzenklubs Felsberg, Neukirchen und Chattengau (je 26).

Spiele und Tore

Vor eigenem Publikum bewies die FSG Chattengau/Metze mit 34 Zählern aus 14 Spielen Heimstärke. Der SC Neukirchen führt die Auswärtstabelle mit neun Siegen an. In den 210 Begegnungen gab es 100 Heimsiege, 32 Unentschieden und 78 Auswärtserfolge. Dabei wurden 817 Tore erzielt, was einem Schnitt von 3,9 Treffern entspricht. Häufigste Resultate waren das 2:1 (27 Mal) und das 1:0 (24 Mal). Die torreichste Begegnung fand beim 7:3 Erfolg des Melsunger FV II gegen Antrefftal/Wasenberg statt. Interessant: Während in drei weiteren Partien jeweils acht Treffer fielen, endeten gerade einmal drei Spiele torlos. Die höchsten Heimsiege landete die Verbandsliga-Reserve aus Melsungen beim 7:0 gegen Beiseförth/Malsfeld. Den klarsten Auswärtsdreier nahm Schrecksbach am letzten Spieltag in Besse mit und siegte 7:0.

Zuschauer

Insgesamt wurden 18 962 Zuschauer auf den heimischen Sportplätzen gezählt. Die meisten Fans begrüßte der FC Edermünde (1570), Besse (1479) und Chattengau/Metze (1469) zu ihren Heimpartien. Das geringste Interesse weckte die Verbandsliga-Reserve aus Melsungen (868) sowie Spangenberg (979). Als Kassenschlager erwiesen sich zwei Derbys der Vorrunde. In Niedenstein verfolgten 300 Fans die Partie gegen den TSV Besse und auch die Partie des VfB Schrecksbach gegen den SC Neukirchen zählte 300 Besucher. Schlusslicht in dieser Statistik ist das Spiel der Reserve-Teams aus Melsungen und Wabern. Das wollten nur 40 Leute sehen. Fairplay

Staffelleiter Erwin Naumann registrierte 943 Verwarnungen, 63 Ampelkarten und 26 Platzverweise. Ohne Rote Karte blieben der TSV Schwarzenberg, der SC Neukirchen und die FSG Chattengau/Metze. Die Ampelkarten-Sammler waren Spangenberg (neun) und Schrecksbach (acht). Spangenberg und Niedergrenzebach kassierten jeweils vier Rote Karten. Die Fairplay-Wertung gewann Schwarzenberg. Spangenberg stellt das Schlusslicht.

Von Bernd Krommes

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