Fußball-Kreisoberliga: Beim VfB Schrecksbach hat sich in der Pause einiges geändert

Mit Schwab und Mut

Jetzt wird wieder in die Hände geklatscht: Marco Schwab muss den Kreisoberligisten VfB Schrecksbach in der Rückrunde nach Aderlass neu erfinden. Foto: Hahn

Schrecksbach. Die Winterpause gilt zuweilen als ereignisarme Zeit im Amateurfußball. Eine große Ausnahme im Schwalm-Eder-Kreis: Kreisoberligist VfB Schrecksbach.

Sechs zum Teil schwerwiegende Abgänge musste der abstiegsgefährdete Traditionsverein aus beruflichen oder privaten Gründen hinnehmen. Neben den Stammspielern Patrick Kämmer (Mücke) und Sebastian Weiher (Niedergrenzebach) verließen das Spielertrainer-Duo Christian Eibach (Mücke) und Tim Oliver Ide sowie Eibachs Bruder Matthias (beide Ziel unbekannt) das Team vom Metzenberg. Reservespieler Philipp Klös zog es zu Hoher Knüll.

Doch trotz des Personalschwundes herrscht Optimismus bei den Schwälmern. Wofür in erster Linie ein Mann verantwortlich ist: Marco Schwab, der neu verpflichtete Spielertrainer des VfB. Der 32-Jährige, der vor drei Monaten beim Verbandsligisten 1. FC Schwalmstadt frustriert zurücktrat, hat seinen Tatendrang zurückgewonnen. „Dem Verein in dieser Situation zu helfen, ist für mich eine Herzensangelegenheit. Ich möchte den Spielern wieder Spaß am Fußball vermitteln und gemeinsam mit ihnen das Ziel Klassenerhalt erreichen“, umreißt der Wahl-Schrecksbacher, der nur 500 Meter von der Heimspielstätte entfernt wohnt, seine Vorstellungen für die zunächst auf vier Monate befristete Amtszeit.

Für die Nichtabstiegs-Mission will der erfahrene Kreisoberliga-Spielertrainer (Antrefftal/Wasenberg, Schwalmstadt II) neben der Altherren-Mannschaft des FCS auch den VfB bei Bedarf auf dem Platz unterstützen. Für diesen Fall würde ihn Co-Trainer Markus Straube an der Seitenlinie vertreten. Um bestens vorbereitet in die am 27. Januar beginnende Trainingsphase zu starten, stellte der Speditionskaufmann sogar seine Ernährung um. Und nimmt darüber hinaus die C-Trainerlizenz in Angriff.

Neben der Personalie Schwab sorgte der Ex-Oberligist mit der Verpflichtung von Philipp Kloske für Aufsehen. Der ehemalige Hessenliga-Stürmer, zuletzt bis Sommer 2017 Spielertrainer bei Asterode/Christerode/Olberode, soll mit seinen technischen Fertigkeiten die Offensive beleben. Fachwart Marco Starmann dämpft jedoch die Erwartungen: „Wir freuen uns, dass Philipp nun für uns spielt. Aber aufgrund des personellen Aderlasses schauen wir erst einmal nur nach unten.“

Viel wird davon abhängen, ob die Blau-Weißen vom Verletzungspech verschont bleiben. „Dann“, betont Schwab, „haben wir absolut eine kreisoberliga-taugliche Mannschaft.“ Und denkt dabei nicht nur an Routinier Christian Frick, den er aus Schwalmstädter Tagen schätzt, sondern auch an die Führungsspieler Michael Seeger und Sascha Steinbrecher sowie seine letztjährigen Schützlinge Philip Steuble und Christoph Berndt (beide FCS U 23).

Im Tor baut der Coach auf Stammkraft Johannes Heipel, der nach auskurierter Rückenverletzung ins Team zurückkehrt. Was nicht ungelegen kommt. Denn der Kreisoberliga-Rückrundenauftakt hat es in sich: Nacheinander trifft der VfB auf die Aufstiegsanwärter Neukirchen, Immichenhain/Ottrau, Bad Zwesten und Gudensberg.

Von Fabian Seck

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