Fußball: Marco Schwab führt FCS II wieder in die Gruppenliga - Mitchell Top-Torjäger

Der verzögerte Aufstieg

Zurück in der Gruppenliga: der Kreisoberliga-Meister 1. FC Schwalmstadt II mit (untere Reihe von links) Christoph Berndt, Daniel Schwalm, Dominic Weiland, Heinrich Fischer, Alexander Fey, Betreuer Gerhard Orth, (mittlere Reihe) Co-Trainer Kujitim Iberhysaj, Lukas Ide, Tobias Diehl, Brian Mitchell, Mirko Rieck, Mehmed Omerovic, (obere Reihe) Trainer Marco Schwab, Martin Michel, Janne Paul Suchomel, Phillip Steuble, Süleyman Gökhan, Johannes Lautenschläger und Edgar Klaus. Foto: Krommes

Schwalmstadt. Ein Aufstieg ist, rein rechnerisch betrachtet, eine recht unkomplizierte Angelegenheit. Belegt eine Mannschaft am Ende einer Saison den ersten Platz, darf sie in der kommenden in der nächst höheren Spielklasse antreten. Diese Voraussetzung hatte der 1. FC Schwalmstadt II mit dem Meistertitel in der Kreisoberliga erfüllt, ohne sich indes deshalb schon sicher in der Gruppenliga wähnen zu können. „Wir haben Woche für Woche gezittert“, bekannte Meistertrainer Marco Schwab.

Der Grund: Die erste Mannschaft steckte mitten im Kampf um den Klassenerhalt, hatte sogar am Tabellenende der Verbandsliga überwintert und hätte der eigenen Reserve im Falle des Abstiegs den Aufstieg vermasselt. Eine lange Zeit durchaus realistische, alles andere als motivierende Vision, wäre doch die Meisterschaft ohne die Möglichkeit aufzurücken nicht viel wert gewesen. Also appellierte der 31-jährige Coach Woche für Woche an die Ehre seiner Schützlinge, „dass wir das, was wir gemeinsam begonnen haben, jetzt auch zu Ende bringen.“ Mit Erfolg. Seine Mannschaft gab allen finsteren Aussichten zum Trotz weiter Gas - und wurde für ihren „tollen Charakter“ belohnt: Die „Erste“ rettete sich schließlich doch noch und die „Zweite“ durfte in die Gruppenliga zurückkehren.

Das war zwar das Saisonziel, doch einen solch‘ souveräner Durchmarsch hatte Marco Schwab dann doch nicht erwartet. Schließlich gab es für den „Neuen“ von der SG Antrefftal/Wasenberg nach dem Abstieg doch einige Scherben aufzukehren, musste aus Verbliebenen, Neuen und Aufrückern aus der A-Jugend ein neues Team gebildet werden. Das sich ganz schnell als „starkes Kollektiv“ (Schwab) entpuppte, das mit einem Fabelstart - 35 Punkte aus den ersten 13 Spielen ohne Niederlage - die Konkurrenz gleich mal abblitzen ließ.

Güven für Schwab

Erfolge, die die Youngsters noch hungriger machte. Und fleißiger. Im Training wie auf dem Platz, wo dem Spiel mit hohem, laufintensiven Pressing der eigene Stempel aufgedrückt wurde.

Dabei schaffte Brian Mitchell gleich in seinem ersten Seniorenjahr den Durchbruch zum Top-Torjäger. Mit 22 Treffern ist der beidfüßige, schnelle Stürmer der erfolgreichste Knipser der Kreisoberliga. Genau wie der starke Innenverteidiger Simon Luther empfahl er sich im Laufe der Saison für die erste Mannschaft. Als „Sechser“ und Kapitän avancierte Lukas Ide zum Kopf der Mannschaft, mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren die mit Abstand jüngste der Klasse.

Drei bis vier Spieler von ihr will Marco Schwab nun mit „nach oben“ nehmen, denn der Treysaer wird in der kommenden Saison die erste Mannschaft trainieren. Seinen Job übernimmt A-Jugend-Trainer Atilla Güven. Damit ist die Durchlässigkeit der FCS-Teams garantiert. Und die vom Keim-Nachfolger verfolgte offensiv ausgerichtete Spielphilosophie: „Ich mach‘ auch in der Verbandsliga mein Ding.“ In der Hoffnung auf eine ruhigere Saison. Auch damit die zweite Mannschaft nicht wieder unverschuldet zittern muss.

Von Ralf Ohm

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