Spannender Titelkampf in der Kreisoberliga – Eintracht Edertal seit Mitte September ungeschlagen

Noch fünf Mannschaften im Rennen um den Titelkampf

Oft geht es hart zur Sache: Zweikampf zwischen Edertals Christian Wanitschek (am Boden) und Björn Bremmer vom TSV Sachsenhausen. Foto:  zmp

Korbach. Spannend wie selten zuvor präsentiert sich die Tabelle der Kreisoberliga Waldeck zur Winterpause. In Waldecks höchster Spielklasse ist in der oberen Hälfte des Tableaus noch alles drin.

Aber auch im Tabellenkeller ist bislang noch nichts entschieden. Während sich momentan vier Teams mit Abstiegssorgen plagen, dürfen sich noch fünf Teams Hoffnungen auf den begehrten Platz an der Sonne machen.

Die Spitze

Zur Winterpause grüßt die Eintracht aus dem Edertal vom Spitzenplatz. Dies war aufgrund des holprigen Saisonstarts mit dem Rücktritt von Ex-Coach Angelo Micino so absolut nicht zu erwarten. Seitdem Frank Vester die Geschicke bei den Edertalern in der Hand hält, zeigten diese sich äußerst stabil und erfolgreich. So ist der derzeitige Tabellenführer seit Mitte September ungeschlagen und ließ lediglich im Spitzenspiel gegen Ense/N. (1:1) Punkte liegen. Ansonsten reihte sich bei der Eintracht Sieg an Sieg, was Rang eins zur Folge hatte.

Auf Platz zwei rangiert derzeit der Meister des Vorjahres. Die Gruppenligareserve des TSV/FC Korbach liegt zwei Zähler hinter der Spitze zurück. Im Gegensatz zur Vorsaison, in der die Kreisstädter noch dominierten, ließen sie in der aktuellen Serie zu viele Zähler liegen. So gingen beispielsweise Partien gegen Volkmarsen (0:1), Adorf/V. (1:2) oder Eintracht Edertal (1:2) unnötig verloren. Dennoch befinden sich die Wagner-Schützlinge noch voll im Geschäft um die Aufstiegsränge. Der Neu-Coach kann sich nämlich auf seine Offensivkräfte verlassen, die mit 55 erzielten Toren das Beste sind, was die Liga zu bieten hat. Entscheidend werden in den verbleibenden Begegnungen die Auftritte gegen die direkten Konkurrenten. So brennen Imöhl und Co. zum Jahresauftakt bei Ense/N. auf Revanche für die 1:4-Hinspielniederlage.

Die SSG Ense/Nordenbeck spielt bis dato eine hervorragende Saison. Mit zwei bestrittenen Partien weniger beträgt der Abstand auf Eintracht Edertal lediglich vier Punkte. Somit ist sogar noch der Sprung auf den Spitzenplatz möglich, den die Maron-Elf die meiste Zeit der Hinserie innehatte. Neben den Offensivspezialisten Staniek und Mainusch wusste auch die Hintermannschaft der SSG zu überzeugen, die bisher mit 19 Gegentreffern die wenigsten der Liga zuließ. Nachdem bis Mitte Oktober keine Niederlage zu verbuchen war, setzte es doch überraschende Pleiten gegen BG Korbach (0:1) sowie die Liganeulinge Eppe/N. (0:1) und Hesperinghausen/H./N. (0:2). Gelingt es dem derzeitigen Dritten die Konstanz aus der Anfangsphase der Saison wieder an den Tag zu legen, ist er ein heißer Titelkandidat.

Wie schon in der Vorsaison ist mit der SG Höringhausen/Meineringhausen zu rechnen. Dank guter Jugendarbeit und kontinuierlich soliden Auftritten findet sich das Kiepe-Team zu Recht auf einem der vorderen Tabellenränge (Platz 4 mit 32 Zählern) wieder. Zwar verzeichnete die SG zu Beginn zwei Niederlagen, steigerte sich aber und wurde zuletzt wiederholt zum Stolperstein für die Meisterschaftskandidaten. So besiegten Vallbracht und Co. die Reserve des TSV/FC Korbach auf eigenem Platz mit 3:1. Als Neuzugänge in der Winterpause erhält Timo Kiepe Verstärkung durch Sascha Göbel (von BG Korbach) und Patrick Brauer (SSG Ense/N.).

Noch in Reichweite

Als Fünfter ist der TSV Berndorf auch noch in Reichweite der Tabellenspitze. Mit 31 Punkten ist die Schmermund-Elf auf Tuchfühlung mit den Topteams. Gerade die Abteilung Angriff um Torjäger Daniel Standke (14 Tore) und Sascha Kreis (12) war Garant für die bisher erfolgreiche Spielzeit. Allerdings standen guten Leistungen wie beim 5:1-Auswärtssieg bei Buchenberg/E. auch enttäuschende Niederlagen wie das 4:5 auf heimischem Geläuf gegen BG Korbach gegenüber. Stellt der TSV diese Sprunghaftigkeit in seinen Leistungen ab, ist sogar noch das Eingreifen ins Meisterschaftsrennen möglich.

Von Jan Pohlmann

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