FC Großalmerode verliert den Anschluss zu den Top-Teams, SG Wickenrode/Helsa bleibt im Tabellenkeller

Bittere und unnötige Heimniederlagen

Zweikampf: Am Niederhoner Verteidiger vorbei zieht Benjamin Nickel von der SG Wickenrode/Helsa (rechts). Foto: eki

Witzenhausen. Den Anschluss zu den führenden Kreisoberliga-Mannschaften verlor der FC Großalmerode nach der zweiten Saisonniederlage in Folge.

Großalmerode - Sontra 1:2 (0:0). Die Niederlage der Tonstädter ist umso bitterer, weil Maik Hildebrandt unmittelbar vor dem 1:1-Ausgleich der Gäste, die 2:0-Führung auf dem Fuß hatte. Er scheiterte aber mit einem Foulelfmeter an Niklas Reimuth und fand auch bei seinem Nachschuss im Sontraer Torhüter seinen Meister (68.).

Neun Minuten nach dem Wiederanpfiff schaffte der Pechvogel im FC-Trikot allerdings mit einem kuriosen Treffer die 1:0-Führung. Sekunden vorher hatte Großalmerodes Torhüter Tim Behnke einen Strafstoß pariert und dann Angreifer Michael Claßen mit einem weiten Abschlag auf die Reise geschickt. Letzterer scheiterte zunächst an Reimuth, doch den Abpraller setzte Hildebrandt dann in die Maschen (60.).

Innerhalb von drei Minuten wendeten die Sontraer mit Treffern von Stunz und Auerswald (70./72.) das Blatt und belohnten sich für eine starke Leistung in kämpferischer Hinsicht. Auch die Platzherren zeigten in spielerischer Hinsicht eine gute Vorstellung und hätten einen Zähler verdient gehabt.

Tore: 1:0 Hildebrandt (54.), 1:1 Stunz (70.), 1:2 Auerswald (72.).

SG Wickenrode/Helsa - Niederhone 4:5 (3:2). In jeder Hinsicht hatte dieses Spiel hohen Unterhaltungswert, denn neben den neun Toren gab es noch einen Platzverweis und einen Elfmeter. Dazu lagen die Nerven der Akteure auf dem Rasen und auch die der Zuschauer mehrfach blank. Der Lärmpegel auf dem Sportplatz in Wickenrode war am Samstag noch weitab des Geschehens sehr hoch.

Wickenrodes Trainer Stefan Koch haderte insbesondere in den ersten 45 Minuten mit seinen zu eigensinnigen Kickern. Anstatt das Leder dem viel besser postierten Mitspieler zu überlassen, verstrickten sich die Angreifer in übertriebene Einzelaktionen und verpassten so mehrere gute Tormöglichkeiten. „Wir hätten zur Pause schon mit 5:2 führen können, stattdessen haben wir unseren Gegner nochmals stark gemacht“, ärgerte sich Koch.

Auch die Taten der Platzherren in der Schlussphase waren alles andere als rühmlich. Erst kassierte der Aufsteiger den 4:4-Ausgleich per Foulelfmeter, dann stand die Koch-Mannschaft beim Siegtreffer des Rivalen sogar mit einem Spieler mehr auf dem Rasen. Niederhones Verteidiger Stephan Ehrlich hatte vorher die Ampelkarte gesehen, doch in Unterzahl profitierten die Gäste beim 5:4 von einem Patzer von Torhüter Daniel Koch.

Tore: 1:0 Guerleyen (9.), 1:1 Pforr (12.), 2:1 B. Nickel (22.), 3:1 D. Nickel (24.), 3:2 Rüppel (45.), 3:3 Pforr (50.), 4:3 D. Nickel (66.), 4:4 Kirschner (70./Foulelfmeter), 4:5 Rüppel (82.). (eki)

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