Großalmerode feiert verdienten Erfolg im Kreisoberliga-Duell beim Lichtenauer FV

3:0 - Am Ende tanzte der FC

Dicke Luft: Nicht sein Ziel findet der Ball nach diesem Kopfball von LFV Angreifer Kai Simon (links). Rechts Verteidiger Martin Mrksa vom FC Großalmerode. Hinter Simon Mannschaftskamerad John Schneider. Foto: eki

Hessisch Lichtenau. Nach Spielende gab‘s erst einmal ein Tänzchen auf dem Rasen. In der Kabine ging das Feiern beim FC Großalmerode dann weiter. Die Stimmung beim Sieger war jedenfalls prächtig, denn einen glatten 3:0 (1:0)-Auswärtssieg beim Rivalen Lichtenauer FV gibt es in der Fußball-Kreisoberliga auch nicht alle Tage.

Freude auf der einen Seite, Ernüchterung auf der anderen. „Fußballspiele gewinnt der, der seine Möglichkeiten besser verwertet. Das war bei uns diesmal nicht der Fall, auch nicht in unserer besten Phase Mitte der ersten Halbzeit“, erkannte LFV-Coach Sead Hadzic nüchtern.

Wie wahr, denn ab der ersten Minute lieferten sich die beiden Rivalen einen intensiven Schlagabtausch mit offenem Visier und eben auch vielen Möglichkeiten hüben wie drüben. Großalmerode bekam den schnelleren Zugriff aufs Geschehen. Bereits nach drei Minuten lag der Ball nach einem Baumann-Schuss im Lichtenauer Netz, eine weitere große Einschussgelegenheit von Denis Mende folgte. „Wir wollten uns auf keinen Fall vom Gegner zurückdrängen lassen und Präsenz zeigen, dies ist uns ganz gut gelungen“, sagte FC-Coach Osman Duygu später.

Doch auch der LFV hatte dann Möglichkeiten. Einen Freistoß konnte FC-Torhüter Tim Behnke nur abklatschen, beim Abpraller war LFV--Torjäger Kai Simon zu überrascht und jagte das Leder in die Wolken. Dann strich ein Freistoß von Wegendt nur um Zentimeter am Kasten vorbei (27.), ehe der wieder sehr laufstarke Kevin Christl am starken Tim Behnke scheiterte.

Der Ausgleich der Hausherren lag in dieser Phase in der Luft, ehe plötzlich wieder die Tonstädter in der abwechslungsreichen Partie am Zuge waren. Mende prüfte Michael Seitz aus spitzem Winkel (38.), dann vergab Mannschaftskamerad Claßen mutterseelenallein vorm LFV-Keeper (42.).

Vergeblich warteten die Lichtenauer Fans nach der Pause auf einen Sturmlauf ihrer Mannschaft, stattdessen übernahm der Gegner mehr und mehr das Kommando. Bei einem Freistoß schlich sich Mende in den Strafraum und köpfte das 2:0 (55.). Der Schütze selbst und der eingewechselte Marcel Spangenberg hätten kurz darauf noch nachlegen können.

Vergiftetes Derby

Großalmerode war nun besser und hatte den Sieg verdient, aber Häme und Frust vergifteten noch das Derby. Nach Pöbeleien in der Schlussphase reagierte ein Gästespieler mit einem üblen, beleidigenden Schimpfwort Richtung LFV-Trainerbank und mobilisierte damit Akteure und Trainer zur Rudelbildung am Spielfeldrand. Nur gut, dass die meisten Kicker auf dem Rasen und der Schiedsrichter kühlen Kopf behielten und die Partie noch friedlich endete.

Tore: 0:1 Baumann (3.), 0:2 Mende (55.), 0:3 Rycka (86.). - Bes. Vork.: Gelb-rote Karte für Christl (73.). - SR: Peine (Fuldatal). - Z: 120.

Von Eckehard Meyer

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