2:0-Führung reicht dem Lichtenauer FV im Kreisoberliga-Auswärtsspiel nicht

BSA mit Moral noch 2:2

Laufduell: Um den Ball kämpfen BSA-Kapitän Eric Schindewolf (links) und LFV-Verteidiger Martin Wirth. Foto: eki

Bad Sooden-Allendorf. Über die Moral seiner Spieler braucht sich Trainer Jörg Immig von der TSG Bad Sooden-Allendorf wahrlich keine Gedanken zu machen.

Wie schon zuletzt im Kreisoberliga-Duell bei der SG Meißner steckten die Kurstädter nun auch im Heimspiel gegen den Lichtenauer FV einen 0:2-Rückstand weg und brachten den Favoriten beim 2:2-Endstand sogar noch an den Rand einer Niederlage.

„Es ist unfassbar, aber meine Truppe gibt sich auch nach Rückständen nicht auf und hat sich diesen Punkt mit großem Einsatz und einer mächtigen Steigerung in der zweiten Halbzeit verdient“, sagte der während der 90 Minuten an der Seitenlinie hin- und hergerissene BSA-Coach.

Dabei sah es 25 Minuten vor dem Abpfiff überhaupt nicht nach einem Remis für die Platzheren aus. Der Gegner führte zu diesem Zeitpunkt noch mit 2:0 und hatte sich bis dahin mit zwei schnellen Toren für eine starke Leistung in der ersten Hälfte belohnt.

Erst sorgte Kai Simon nach einem Abwehrfehler mit seinem obligatorischen Treffer für das 1:0 (7.), nur acht Minuten später schlug das leicht abgefälschte Leder nach einem Schuss des wieder ganz starken Kevin Christl unhaltbar für Alexander Hardt im unteren linken Eck ein.

Zwei Tage vor seinem 21. Geburtstag war der Schütze über diesen Treffer so begeistert, dass er sich bei seinem Jubellauf erst einmal ein Küsschen von Freundin Anna-Lena am Spielfeldrand abholte. Weniger gut wird der BSA-Keeper die Partie in Erinnerung behalten. Für Hardt war das Spiel kurz darauf beendet, nachdem er gleich zu Beginn einen Ellenbogen an die Schläfe bekommen hatte und sich dabei möglicherweise eine Gehirnerschütterung einhandelte. Der LFV gab zunächst weiterhin den Ton an, ganz große Torchancen blieben auf beiden Seiten bis zur Pause aber Mangelware.

Nach dem Wechsel ein anderes Bild. Nun wurden die Hausherren über die Flügel immer gefährlicher, während der Gegner nach 60 Minuten mehr und mehr abbaute. „Wir schaffen es einfach nicht, uns bis zuletzt zu konzentrieren. Bei einer 2:0-Führung muss man einfach cleverer agieren“, ärgerte sich LFV-Trainer Erkan Kilci.

So aber schlugen nun die Minuten der TSG. Nach Vorlage von Kapitän Eric Schindewolf schaffte Philipp Immig erst den Anschlusstreffer und dann Tim Range kurz vor Schluss den Ausgleich. Und es hätte noch schlimmer für den Gast kommen können, nachdem der schnelle Schindewolf vorher im Lichtenauer Strafraum nur durch ein Foul zu stoppen war (72.). Den fälligen Elfmeter setzte Maximilian Hebaum bei seinen Saisondebüt aber neben den Kasten.

Tore: 0:1 Simon (7.), 0:2 Christl (15.), 1:2 P. Immig (68.), 2:2 Range (88.). (eki)

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