SG Wickenrode/Helsa reicht 2:1-Führung gegen Paffenbachtal/Schemmergrund nicht

Ein Trio in höchster Not

Einsatz: Schneller am Ball ist hier Benjamin Nickel von der SG Wickenrode/Helsa (links) und versucht das Leder an seinem Gegenüber Björn Walter von der SG Pfaffenbachtal/Schemmergrund vorbeizulegen. Foto: eki

Witzenhausen. Nach der bitteren 2:3-Heimniederlage der SG Wickenrode/Helsa gegen Schlusslicht SG Pfaffenbachtal/Schemmergrund und dem Teilerfolg der SG Meißner in Hessisch Lichtenau sind nur noch die drei Kellerkinder in den Abstiegskampf involviert. Ein Team dieses Trios rettet sich direkt, der Tabellenvorletzte bestreitet die Relagation und der Letzte steigt ab. Nach wie vor die schlechtesten Karten hat Pfaffenbachtal/Schemmergrund bei nur noch einem Saisonspiel.

SG Wickenrode/Helsa - SG Pfaffenbachtal/Schemmergrund 2:3 (1:1). „Es hat wieder einmal mit der Einstellung nicht gepasst“, sagte Wickenrodes enttäuschter Trainer Stefan Koch nach aus seiner Sicht 90 durchwachsenen Minuten mit Licht und noch mehr Schatten für den Aufsteiger.

Dabei verdaute seine Mannschaft den frühen 0:1-Rückstand durch Iba nach neun Minuten schnell. Angetrieben von Mittelfeldmotor Benjamin Nickel drängten die Hausherren nun vehement nach vorn, mussten bei den gefährlichen Gegenstößen des Kontrahenten aber stets auf der Hut sein.

Den Cousins Benjamin und Danny Nickel gelang mit ihren Treffern innerhalb von 19 Minuten sogar die Wende zum 2:1 (30./48.), doch diese Führung brachte keine Ruhe in die Aktionen der Platzherren. „Offenbar ist der Druck bei einigen Spielern im Abstiegskampf einfach zu groß. Die Mannschaft wirkte in der entscheidenden Phase einfach saft- und kraftlos“, so Stefan Koch. Stattdessen zeigte nun der Tabellenletzte große Moral, setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte und wurde durch einen erfolgreichen Doppelschlag mit zwei Treffern binnen 120 Sekunden belohnt.

Tore: 0:1 Iba (9.), 1:1 B. Nickel (30.), 2:1 D. Nickel (48.), 2:2 Pschantka (75.), 2:3 Kollmann (76.).

Lichtenauer FV - SG Meißner 1:1 (0:1). Die Fußball-Weisheit, dass Mannschaften am Tabellenende kein Glück haben, traf auf die SG Meißner in diesem Match nicht zu. Schon in den ersten 20 Minuten hätte es nach Großchancen von Kai Simon und Lütfi Elevli mehrmals im Kasten der Gäste klingeln können, doch die LFV-Angreifer versagten wieder einmal im Abschluss.

„Insgesamt hätten wir dieses Spiel sicher gewinnen müssen“, meinte Lichtenaus Co-Trainer Erkan Kilci nach den aufregenden 90 Minuten, stattdessen konnten die Hausherren am Ende froh sein, dass es überhaupt zu einem Zähler für sie reichte.

Erst vier Minuten vor dem Schlusspfiff schaffte Polat nach einem sehenswerten Alleingang den 1:1-Endstand, nachdem auf der Gegenseite Pflüger den abstiegsbedrohten Gast früh in Führung gebracht hatte (12.). Die in den zurückliegenden fünf Begegnungen nur einmal bezwungene Spielgemeinschaft erhielt sich damit die Chance auf den direkten Klassenerhalt und muss an den beiden kommenden Wochenenden noch zunächst daheim gegen die SG Wehretal und abschließend beim FC Großalmerode antreten. (eki)

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