Lichtenauer FV siegt mit 3:2 beim FC Großalmerode - Derby lebt von der Spannung

Viel Kampf und Krampf

Einsatz: Mit langem Bein versucht Julian Alt vom FC Großalmerode (rechts) Angreifer Aykut Yilmaz in der dunklen Spielkleidung des Lichtenauer FV zu stoppen. Foto: eki

Großalmerode. Die nach dem Abpfiff in die Höhe gestreckten Arme der LFV-Spieler und Fans signalisierten die pure Erleichterung. Gerade hatte Titelaspirant Lichtenauer FV sein Auftaktspiel in der Fußball-Kreisoberliga mit Ach und Krach mit 3:2 (1:1) beim Nachbarn FC Großalmerode gewonnen.

Ein umkämpftes Derby mit Leidenschaft und Emotionen hatte einen glücklichen Sieger gefunden, in spielerischer Hinsicht ist bei den Konkurrenten jedoch noch jede Menge Luft nach oben. „Die vielen Zweikämpfe und Unterbrechungen haben nur selten einen vernünftigen Spielaufbau zugelassen. Das ist wohl in den Derbys hier so“, meinte LFV-Spielertrainer Sead Hadcic. Nach den am Ende eingefahrenen drei Punkten konnte er aber schon wieder lächeln, obwohl sein Kreisoberliga-Debüt im Schwarzenbergstadion nur ganze vier Minuten dauerte. Nach einem Zweikampf mit dem ehemaligen Lichtenauer Sebastian Becker musste der Gästecoach mit Verdacht auf eine Meniskusverletzung ausscheiden.

Diese Schwächung ging zunächst nicht am Favoriten vorbei. Während die Lichtenauer eine halbe Stunde lang kaum Zugriff aufs Spiel bekamen, spielten die Tonstädter munter nach vorn und profitierten beim überraschenden 1:0 durch Neuenhagen von einem kapitalen Schnitzer von Keeper Daniel Schmidt, der das Leder aus den Händen genau vor die Füße des Schützen rollen ließ (19.).

„Der geht auf meine Kappe“, zeigte sich der Sündenbock einsichtig und musste kurz darauf noch zwei weitere Male zittern. Erst knallte Neuenhagen das Leder nach mustergültiger Vorarbeit von Becker über den Kasten, dann verhinderte der auf der Torlinie stehende Elevli nach einer Ecke einen weiteren Treffer der Elf von FC-Trainer Osman Duygu.

Letzterer stand beim Abpfiff schon gar nicht mehr an der Seitenlinie. Er hatte sich vorher über eine Entscheidung so aufgeregt, dass ihn Schiedsrichter Wiesner aus der Coachingzone verbannte.

Nachdem LFV-Mittelstürmer Kai Simon unmittelbar vor und nach der Pause seiner Aufgabe zweimal als Torjäger gerecht geworden war, wurde die Partie zwar spielerisch nicht besser aber noch umkämpfter. Mehrmals lagen auf beiden Seiten die Nerven blank, ehe nochmals ein Torwartfehler das Spiel entschied. Tim Behnke faustete den Ball genau vor die Füße von El Habachi, und der brauchte sich die Ecke beim 3:2 nur noch auszusuchen.

FC Großalmerode: Behnke - M. Spangenberg, Brethauer, T. Alt, Mrksa - D. Christl, K. Rycka, J. Alt - Neuenhagen, Mende, Becker. - Ergänzung: D. Gude, Claßen, Mura, C. Alt, A.Ludolph, Baumann.

Lichtenauer FV: Schmidt - K. Christl, Dickel, Elevli, Driegert - Hein, Schneider, Zouzou, Wegendt, Hadzic - Simon. - Ergänzung: Seitz, Yilmaz, El Habachi, Gedeck.

Tore: 1:0 Neuenhagen (19.), 1:1/1:2 beide Simon (43./47.), 2:2 Becker (49.), 2:3 El Habachi (69.). - Zuschauer: 170. - SR: Wiesner (Fuldatal). (eki)

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