Avakhti-Mannschaft sorgt in der Kreisoberliga weiterhin für Furore - Auch SSV Witzenhausen gewinnt

Vierter LFV-Sieg im vierten Spiel

Weg damit: Vor Werratals Angreifer Gideon Morth (rechts) befödert der SSV-Verteidiger das Leder aus der Gefahrenzone. Foto: eki

Witzenhausen. Der Lichtenauer FV siegt und siegt in der Fußball-Kreisoberliga, während die SG Werratal nur ganz schwer in Tritt kommt und nun auch gegen den Nachbarn und Aufsteiger SSV Witzenhausen Federn ließ. Sang- und klanglos verlor der restlos enttäuschende VfR Wickenrode in Niederhone.

SG Werratal - SSV Witzenhausen 0:4 (0:0). „Das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg“, sagte Werratals Sprecher Sven Hagedorn nach dem Schlusspfiff. Tatsächlich sah es lange nicht danach aus, dass eine der beiden Mannschaften als klarer Sieger vom Platz gehen würde.

Die erste Halbzeit ging sogar an die optisch leicht überlegenen Hausherren. Allerdings fehlte der Mannschaft von Trainer Alexander Winter vorm gegnerischen Gehäuse trotz einiger Möglichkeiten die Durchschlagskraft.

Auf der anderen Seite hatte auch der Aufsteiger zunächst kein Glück im Abschluss. So knallte Mock das Leder vor der Pause an den Pfosten, während Mannschaftskamerad Kai Simon nur das Lattenkreuz traf. Nach dem Wiederanpfiff bekam SSV-Keeper Fabio Schinkel nach einer Großchance von Gideon Morth gerade noch die Hand an den Ball, praktisch im Gegenzug schaffte Julian Grote die 1:0-Führung. Nach feinem Pass in die Schnittstelle der Werrataler Abwehr zog der Youngster mit einem Spurt auf und davon und ließ dem Torhüter der Gastgeber bei seinem präzisen Schuss keine Chance.

Die Werrataler gaben sich noch nicht geschlagen, wobei Angreifer Morth und SSV-Keeper Schinkel zweimal hart aneinander gerieten. Erst nach dem 2:0 durch Torjäger Kai Simon (70.) erlahmte die Gegenwehr der Platzherren und Bode und Mock erhöhten in den letzten Minuten noch auf 4:0.

Tore: 0:1 Grote (53.), 0:2 Simon (70.), 0:3 Bode (89.), 0:4 Mock (90.+5).

Lichtenauer FV - SG Meißner 4:0 (0:0). Die Platzherren staunten zunächst nicht schlecht, denn der Aufsteiger zeigte keinerlei Respekt vor der Heimelf, präsentierte sich lauf- und spielstark und brachte das Lichtenauer Gehäuse in der Anfangsphase einige Male in Gefahr.

Nur gut, dass die Mannschaft von Trainer Feras Avakhti mit Michael Rippe einen aufmerksamen Keeper zwischen den Pfosten stehen hatte, der bei guten Möglichkeiten der durchgebrochenen Eysert und Pressler blitzschnell reagierte und einen durchaus möglichen Rückstand des LFV verhinderte.

„Meißner hat das wirklich gut gemacht, während wir in der ersten Halbzeit nicht den eigenen Erwartungen gerecht geworden sind“, sagte LFV-Spielleiter Erkan Kilci. Erst nach einer Kabinenansprache des Trainers wurden die Lichtenauer Aktionen vor dem gegnerischen Tor zwingender.

Praktisch mit der ersten Ballberührung nach seiner Einwechslung schaffte Neuzugang Kemal Eroglu kurz nach dem Wiederanpfiff die 1:0-Führung (47.). Nun übernahmen die Lichtenauer vollends das Kommando und drängten den Aufsteiger meist in dessen Hälfte zurück.

Atalan Polat war Mitte der zweiten Hälfte im Strafraum nur durch ein Foul zu stoppen, den fälligen Elfmeter verwandelte Routinier Karlheinz Wegendt zum vorentscheidenden 2:0. Den Schlusspunkt setzte dann der läuferisch starke Polat mit dem dritten Treffer selbst.

Tore: 1:0 Eroglu (47.), 2:0 Wegendt (68./Foulelfmeter), 3:0 Pokal (88.).

Niederhone - Wickenrode 5:0 (3:0). „Wir müssen uns allmählich überlegen, wo die Reise für uns in dieser Saison hingeht“, sagte VfR-Trainer Stefan Koch nach der ganz schlechten Leistung seiner Mannschaft.

Auch mit dem Fehlen einiger Leistungsträger mochte Wickenrodes Coach die enttäuschende Leistung der Gäste nicht entschuldigen. Im Gegensatz zum Auftritt gegen den Nachbarn Großalmerode ließen die meisten VfR-Kicker jegliche Einstellung vermissen. Akteure wie Luigj Palushay und Sören Bode, die eigentlich mit leuchtendem Beispiel vorangehen sollten, waren krasse Ausfälle.

Einzig der bereits 38 Jahre alte Verteidiger Norman Thoms versuchte bis zum Schluss, die Niederlage in erträglichen Grenzen zu halten. „Niederhone hat unsere Schwächen schonungslos ausgenutzt, ohne selbst mit einem herausragenden Spiel zu glänzen“, so Stefan Koch.

Tore: 1:0 Buchholz (19.), 2:0 Bick (21.), 3:0 Steinrücken (34.), 4:0/5:0 beide Schindewolf (54./66.). (eki)

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