Fußball-Kreisoberligist will Einspruch gegen Strafen einlegen

Topspiel Hajduk gegen Kaufungen: Fußball war nur Nebensache

Kassel. Vor dem Topspiel der Fußball-Kreisoberliga zwischen Tabellenführer Hajduk und Verfolger Kaufungen gab es, obwohl es dabei am Sonntag friedlich blieb, nur ein Thema: den Spielabbruch bei den Gastgebern vor drei Wochen nach einer Massenschlägerei und die drastischen Strafen, die das Sportgericht verhängte.

„Wir werden rechtlich alle Register ziehen, um uns gegen die Strafen zu wehren“, sagte Hajduks Trainer Zoran Zeljko vor der Partie.

Einen Abzug von 13 Punkten, Sperren von 16 Begegnungen beziehungsweise drei Jahren gegen zwei Spieler sowie 500 Euro Geldstrafe gegen den Verein hatte das Sportgericht verhängt.

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Eine halbe Stunde lang sprach Zeljko vor dem Anpfiff mit seinem Team in der Kabine. Um Fußball ging es dabei nicht. „Wir werden Einspruch einlegen“ sagte der Hajduk-Trainer, um Vize-Kreisfußballwart Horst Riemenschneider mit auf den Weg zu geben, dass den Verein wohl ein prominenter Anwalt bei dem Einspruch vertreten werde.

„Wir sind bereit für den Psycho- und Geldkrieg“, sagte Hajduks Sportdirektor Ivica Pekas, der berichtete, dass während einer Sondersitzung am Montag eine Auflösung des Vereins zur Debatte gestanden habe. Nun heißt es aber aus Trotz: „Jetzt erst recht!“

Niemand im Klub verstehe, warum der Verein bestraft werde. „Vielleicht, weil man lieber einen Traditionsverein in der Gruppenliga sehen will anstatt den dritten ausländischen Verein“, mutmaßt Pekas. Gespielt wurde auch noch, wobei nach Kaufungens 6:3 die Themen Abbruch und Strafen erneut präsent waren.

„Ich hätte mir gewünscht, dass das Urteil erst nächste Woche gefällt worden wäre“, sagte Kaufungens Trainer Alfons Noja. „Das hat viel Unruhe gebracht.“ Zeljko sagte nach der zweiten Niederlage in Folge: „Das waren unsere beiden schwächsten Spiele bislang. Aber natürlich bestand ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem Vorfall vor drei Wochen.“

Seitdem hatte NK nur dreimal trainiert – aus Angst. „Man weiß doch nicht, wer im Dunkeln aus den Büschen kommt“, sagt Pekas. Zur Verteidigung hätte der Verein deshalb beim Training unter anderem Baseballschläger versteckt. (srx)

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