Fußball-Hessenliga

Charaktertest für KSV Baunatal in Bad Vilbel

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So hätten sie’s gern auch in Bad Vilbel: Die Baunataler Angreifer Nico Schrader (links) und Manuel Pforr bejubeln einen Treffer.

Viel Zeit blieb den Hessenliga-Fußballern des KSV Baunatal nicht, die peinliche 0:4-Heimpleite vom Freitag gegen Fernwald zu verarbeiten. Denn am heutigen Dienstag treten sie ab 20 Uhr beim FV Bad Vilbel an.

Auch wenn die Gastgeber als Elfter um vier Punkte vor den VW-Städtern liegen, müssten diese normalerweise nicht sorgenvoll dort antreten. Normalität gibt es aber derzeit beim KSV Baunatal nicht. Als ob die Mannschaft vom Saisonverlauf nicht verunsichert genug wäre, erlebte sie gegen Fernwald den nächsten Nackenschlag. „Und das, obwohl wir uns nach dem vorherigen Sieg in Dietkirchen auf gutem Weg glaubten“, sagt der Sportliche Leiter Ralf Rößler.

Und so gehen nun die Grübeleien am Baunsberg weiter, Ursachenforschung steht an.

Was den Baunataler vor dem Duell in Bad Vilbel Mut macht? „Dass bis auf Felix Schäfer, den wir an allen Ecken und Enden vermissen, alle dabei sind. Dass wir umgekehrt als sonst diesmal schwach gestartet sind und hoffentlich jetzt stark werden. Dass wir in den nächsten Wochen ein hartes Programm haben und oft gegen schwere Gegner über uns hinuaswachsen. Und dass wir besser deutlich besser sind, als es jetzt scheint. Wir haben oberes Hessenliga-Niveau und kommen dort auch wieder hin“, betont Rößler und schränkt ein: Aber es muss halt langsam mal klappen.“

Auch Rößler kennt nach 40 Jahren im Fußballgeschäft die Gefahr, dass sich der Glaube an die eigene Stärke nicht bestätigt und eine Mannschaft Schiffbruch erleidet. Zumal die bisher eingeleiteten Maßnahmen nicht fruchteten. Taktische und personelle Umstellungen zeigten kaum die gewünschte Wirkung. Am Wochenende saßen Rößler und Trainer Tobias Nebe daher lange beratend zusammen. Die Mannschaft hatte frei und trainierte nur gestern noch einmal. „Ein Extratraining hätte keinen Sinn gemacht“, sagt Rößler, „und Draufhauen bringt auch nichts. Aufbauen ist angesagt.“  wba

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