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Wenn es in der Abwehr einsam wird

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Von: Torsten Kohlhaase

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Allein auf weiter Flur: Derzeit herrscht beim KSV Baunatal allergrößte Personalnot in der Abwehr. Auch Patrick Krengel spielt nicht auf seiner angestammten Position als rechter Außenverteidiger, sondern muss in der Innenverteidigung aushelfen.
Allein auf weiter Flur: Derzeit herrscht beim KSV Baunatal allergrößte Personalnot in der Abwehr. Auch Patrick Krengel spielt nicht auf seiner angestammten Position als rechter Außenverteidiger, sondern muss in der Innenverteidigung aushelfen. © Andreas Fischer

Nach dem 5:4 im Nachholspiel bei Buchonia Flieden beginnt für Fußball-Hessenligist KSV Baunatal nun das Unternehmen Klassenerhalt in der Abstiegsrunde. Gleich zu Beginn steht ein besonders wichtiges Heimspiel auf dem Programm.

Denn wenn am Samstag ab 14.30 Uhr Rot-Weiss Walldorf im Parkstadion oder auf dem Kunstrasenplatz (Entscheidung noch offen) gastiert, dann ist es das Duell zweier punktgleicher und fast auch torgleicher Mannschaften.

Für Baunatals Coach Tobias Nebe sind die Rollen klar verteilt: „Walldorf hat eine absolute Spitzenmannschaft, die für mich vor der Saison zu den heißesten Aufstiegskandidaten zählte. Das wird für uns eine große Herausforderung, vor allem vor dem Hintergrund, dass mir unsere Abwehr große Sorgen macht.“ Neben dem ohnehin fehlenden Moritz Meuser fallen auch Berke Durak (Knieprobleme), Niklas Künzel (Rückenprobleme) sowie Maximilian Blahout, Dominik Schneider und Felix Schäfer krankheitsbedingt aus. Auch Leon Recker steht nicht zur Verfügung.

Es wird also einsam in der Defensive der Baunataler. Immerhin steht Daniel Borgardt wieder im Kader, und auch Patrick Krengel ist fit. Allerdings braucht es für den gelernten Außenverteidiger einiges an Improvisation. „Wenn man viereinhalb Jahre auf der rechten Seite gespielt hat und dann im Zentrum aushelfen muss, ist das schon eine Umstellung“, sagt Krengel, der in Flieden per Freistoß das so wichtige 2:2 kurz vor der Pause erzielt hatte. Die Standards haben es ihm angetan, bereits in der Vorbereitung verwandelte er drei Bälle aus ruhenden Positonen. Nun aber muss er dafür sorgen, dass hinten nichts anbrennt. „Als Innenverteidiger ist man natürlich wesentlich mehr am Spielaufbau beteiligt und muss immer wieder verschieben. Es gibt auch mehr Kopfballduelle und zweite Bälle“, sagt Krengel.

Ob der 26-Jährige eine derart prekäre Personalsituatuion in der Abwehr schon einmal erlebt hat? „Ich habe selbst mal zurückgeschaut, aber an eine solche Lage kann ich mich nicht erinnern. Jetzt müssen wir das Beste daraus machen“, erklärt Krengel, der trotzdem ein Spiel auf Augenhöhe erwartet. „Walldorf hat indviduell starke Spieler, deshalb muss die Abwehrarbeit bereits in der Angriffsreihe beginnen. Und dann wird es darauf ankommen, wie gut wir in die Umschaltmomente kommen“, sagt Krengel.

Übrigens muss Nebe auch auf Außen wieder umbauen. Zwar kann Jonas Springer wieder auf der rechten Seite zum Einsatz kommen, dafür liegt die linke aufgrund von Max Wilhelms Sperre wieder brach. „Wir dürfen uns in dieser Abstiegsrunde keinen Patzer erlauben, sonst kann man ganz schnell in einen Abwärtsstrudel kommen“, schickt Krengel dann noch warnend hinterher.

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