Erste Heimspiel für Fußball-Hessenligisten

KSV Baunatal empfängt Neuhof: Debütantenball im Parkstadion

Heimpremiere im Parkstadion: Hier hat der KSV Baunatal morgen den SV Neuhof zu Gast.
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Heimpremiere im Parkstadion: Hier hat der KSV Baunatal morgen den SV Neuhof zu Gast.

Für die Fußballer des KSV Baunatal steht das erste Heimspiel in dieser Saison an. Und gleich für mehrere Akteure des Gastgebers ist es das erste Mal, dass sie in der Hessenliga eine Partie im Parkstadion bestreiten werden.

So wird die Begegnung gegen den SV Neuhof (Samstag, 14.30 Uhr) zum Debütantenball.

Einer fiebert der Partie schon mächtig entgegen: Hüseyin Cakmak. „Ich wollte schon immer mal im Parkstadion spielen“, sagt der 22 Jahre alte Neuzugang. Seine erste Chance hatte Cakmak vor fünf Jahren. Er spielte damals noch in der A-Jugend des KSV und wurde zweimal in den Herren-Kader berufen. Einmal spielte er – in Lohfelden. Einmal saß er 90 Minuten auf der Bank – im Parkstadion.

Die zweite Chance gab es für ihn Anfang Oktober 2020. Cakmak war mit seinem damaligen Klub Barockstadt Fulda in Baunatal zu Gast. „Da kam sogar meine Familie ins Parkstadion, um mich spielen zu sehen“, sagt Cakmak. Aber erneut wartete er umsonst auf eine Einwechslung. Jetzt hofft er, dass es mit einem Einsatz klappt.

Der Stürmer wechselte erst in der vergangenen Woche zum KSV. Gerade noch rechtzeitig bekam er vor der Partie in Steinbach die Spielgenehmigung – und traf prompt zum 2:0-Endstand. Wie schon beim 1:0 durch Sebastian Schmeer feierte die Mannschaft von Trainer Tobias Nebe den Treffer ausgelassen. „Wir haben fast so gejubelt, als hätten wir die Champions League gewonnen“, sagt Cakmak schmunzelnd und fügt hinzu: „Diesen Sieg wollten wir unbedingt.“ Beim KSV fühlt sich der Stürmer auf Anhieb wieder wohl, es sei sehr familiär. „Außerdem ist es schön, wieder einen Trainer zu haben, der mir vertraut. Da sieht man mal, was das bewirken kann. Direkt im ersten Spiel habe ich getroffen“, sagt Cakmak. Und was erwartet er gegen Neuhof? „Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen, aber wir wollen das erste Heimspiel unbedingt gewinnen.“

Neben Cakmak gibt es noch weitere Debüt-Kandidaten – so wie Dominik Schneider. Der 26-Jährige wechselte zwar schon vor einem Jahr nach Baunatal. Aber er verletzte sich damals in der Vorbereitung, dann kam der Lockdown. Daher folgt der erste Heimauftritt in der Hessenliga mit Verspätung. Ähnlich erging es Mounir Boukhoutta, der im Winter kam, aber wegen der Pandemie lange auf seinen ersten Einsatz im Parkstadion warten muss. Erstmals dort im KSV-Trikot auflaufen wird Torwart Jonas Labonte. „Wir haben uns entschieden, mit ihm als Nummer eins in die Saison zu gehen“, sagt Nebe. Auch für einen weiteren Neuen, Malte Bandowski, ist eine Premiere möglich.

Dagegen müssen drei Baunataler auf ihr Debüt im eigenen Stadion noch warten: Nicolai Lorenzoni ist im Urlaub, Emin Dag (Zerrung) fällt verletzt aus und Leon Recker sah am Sonntag in der A-Jugend die Rote Karte und ist gesperrt. Ob die in dieser Woche erkälteten Sebastian Schmeer und Kim Sippel sowie der angeschlagene Patrick Krengel (Zerrung) dabei sein können, ist fraglich. Niklas Künzel ist nach seiner Innenbanddehnung wieder im Lauftraining, ein Einsatz kommt aber noch zu früh.

Gute Erinnerungen haben die Baunataler an das Auswärtsspiel in der vergangenen Spielzeit in Neuhof. Am fünften Spieltag gelang den Nordhessen der erste Saisonsieg. „Das war hart umkämpft“, sagt Nebe über den 4:3-Erfolg. Neuhof sei immer sehr unangenehm zu spielen. „Sie sind aber aufgrund der zahlreichen Neuzugänge nur schwer einzuschätzen“, sagt Nebe. (Manuel Kopp)

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