1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional

KSV Baunatal ist nach dem Derbysieg gegen Weidenhausen nun in Eddersheim gefordert

Erstellt:

Von: Manuel Kopp

Kommentare

Kopfballduell vor voller Tribüne: Baunatals Kapitän Daniel Borgardt (Mitte) feierte mit dem KSV im Derby gegen Weidenhausen vor 980 Zuschauern einen 3:0-Erfolg.
Kopfballduell vor voller Tribüne: Baunatals Kapitän Daniel Borgardt (Mitte) feierte mit dem KSV im Derby gegen Weidenhausen vor 980 Zuschauern einen 3:0-Erfolg. © Dieter Schachtschneider

Es ist schon ein bisschen her, dass die Fußballer des KSV Baunatal vor so einer Kulisse im Parkstadion gespielt haben. Beim ersten Heimspiel in dieser Hessenliga-Saison waren es 980 Zuschauer – was auch am Gegner lag.

Im ersten nordhessischen Derby seit fast drei Jahren in dieser Spielklasse setzte sich der KSV mit 3:0 (1:0) gegen den SV Adler Weidenhausen durch und kletterte auf den zweiten Tabellenplatz. Viel Zeit zum Regenerieren hat die Mannschaft von Trainer Tobias Nebe aber nicht, schon am Sonntag (15 Uhr) ist sie auswärts beim FC Eddersheim gefordert.

Maximilian Blahout hatte am Mittwochabend keine leichte Aufgabe. Sein Gegenspieler war einer der besten nordhessischen Stürmer – Sören Gonnermann. Zusammen mit Felix Schäfer hatte das Innenverteidiger-Duo den Weidenhäuser Torjäger aber voll im Griff, Gonnermann schoss nicht einmal aufs Tor. „Tobi hat uns sehr gut auf ihn eingestellt. Wenn du einen so starken Gegenspieler hast, dann ist die Kommunikation in der gesamten Abwehr das A und O“, sagte Blahout, der selbst eine hervorragende Leistung zeigte, und fügte hinzu: „Es tut einfach gut. Wir hatten endlich mal wieder ein Derby vor einer tollen Kulisse und haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Auch wenn noch nicht alles Gold war, was glänzt.“

Damit sprach Blahout auch die Phase zwischen der 56. und 67. Minute an, als die Weidenhäuser ihre besten vier Chancen hatten. Die Krönung war der Lattenschuss von Jan Gerbig nach einem Freistoß. „Da haben wir auch ein Quäntchen Glück gehabt“, sagte Trainer Nebe. Allerdings hätten es sich die Baunataler einfacher machen können. Zwar führten sie nach dem starken Beginn und dem Premierentor von Neuzugang Leon Lindenthal (12.) 1:0, allerdings ließen Tom Siebert und Hüseyin Cakmak weitere Großchancen liegen.

Für die Erlösung sorgten dann das 2:0 von Julian Berninger-Bosshammer (75.) und der verwandelte Foulelfmeter von Cakmak (79.) zum 3:0-Endstand. „Das Spiel hätte für uns nicht besser beginnen können. Das 1:0 hat uns Sicherheit gegeben, aber danach haben wir es zunächst verpasst, noch dominanter zu sein“, sagte Nebe, der den leidenschaftlichen Auftritt seines Teams dennoch lobte. „Wir haben im Kollektiv gut verteidigt. Spielerisch ist noch Luft nach oben.“

Wie eng es in der Hessenliga schon wieder zugeht, haben die ersten beiden Spieltage gezeigt. Baunatals nächster Gegner Eddersheim verlor zwar zum Auftakt in Weidenhausen 1:4, gewann am Mittwoch aber gegen Alzenau 1:0. Die Bayern hatten wiederum am ersten Spieltag überraschend Eintracht Frankfurt U21 geschlagen, die am zweiten Spieltag 5:0 gegen Griesheim gewann. Verrückt. „Die Hessenliga ist so ausgeglichen, du musst in jedem Spiel ans Limit gehen“, sagt Nebe.

Und wie schätzt der Trainer den kommenden Gegner ein? „Eddersheim ist spielerisch eine gute Mannschaft, die über beide Flügel mit viel Tempo kommt. Sie versucht, Fußball zu spielen, es wird also anders als gegen Weidenhausen“, sagt der KSV-Coach. Der SV Adler hatte – seine beste Phase ausgenommen – den Baunatalern meist den Ball überlassen und auf Konter gelauert. Zu diesen kam es aber fast gar nicht, weil der KSV im Spielaufbau konzentriert agierte und keine Fehler machte.

Auch personell sieht es bei den Baunatalern mittlerweile besser aus. Zwar fiel Niklas Künzel gegen Weidenhausen aus, dafür waren Sebastian Schmeer und Jonas Springer wieder im Kader und kamen zu Kurzeinsätzen. Fraglich ist für die Partie in Eddersheim Cakmak, der im Derby kurz vor Schluss mit Leistenproblemen raus musste. (Manuel Kopp)

Auch interessant

Kommentare