Baunatal verliert 1:2 in Hanau

Fußball-Hessenliga: Nebes Unmut über nicht gegebenen Elfmeter

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Niederlage in Hanau: Tobias Nebe. 

Der KSV Baunatal bleibt in der Fußball-Hessenliga im Tabellenkeller. Beim Aufsteiger 1. Hanauer FC 1893 kassierten die Nordhessen mit dem 1:2 (1:1) die zweite Niederlage im vierten Spiel.

Für die Platzherren war es indes ein historischer Erfolg – der erste Hessenliga-Sieg nach mehr als 33 Jahren. KSV-Trainer Tobias Nebe erkannte neidlos an: „Wir haben die erste Viertelstunde verschlafen, da hätten wir schon 0:2 hinten liegen können. Dass wir mit dem ersten gescheiten Angriff in Führung gehen, war schon sehr schmeichelhaft.“

In der fünften Minute köpfte Ex-Alzenauer Salvatore Bari nach einer Flanke von Oktay Bulut über das Tor, kurz drauf zielte Kahraman Damar knapp drüber (7.). Dann ging Baunatal praktisch aus dem Nichts in Führung. Nach einem Konter passte Nico Möller quer auf Manuel Pforr, der aus kurzer Distanz vollendete (17.).

„Wir haben den Rückstand aber gut weggesteckt und weiter mutig nach vorn gespielt“, sagte Hanaus Spielertrainer Michael Fink. So ließ die Antwort der Südhessen nicht lange auf sich warten – Zuspiel Bari, Abschluss Oktay Bulut – Tor (25.).

Dennoch fanden die Gäste vor 180 Zuschauern jetzt besser in die Partie. Möller (34./45.), Niklas Künzel (43.), der nach einem Freistoß per Kopf an der Lattenoberkante scheiterte, und Maximilian Blahout (45.+2) ließen jedoch beste Gelegenheiten liegen.

Auch im zweiten Abschnitt war das Team von Nebe zunächst Herr im Haus. Der starke Freistoß von Janik Szczygiel (48.) wurde eine sichere Beute von Hanaus Schlussmann Armend Brao. Doch nach einer Stunde riss der Aufsteiger das Geschehen wieder an sich. Bari (61.) läutete mit einem gefährlichen Kopfball eine Druckphase der Platzherren ein. Nach feinem Freistoß von Tolga Ünal gelang Damar per Kopf das 2:1 (64.). Wenig später bediente der Torschütze Bari, der aber an Torwart Bielert scheiterte (69.). Beinahe hätten sich die Gastgeber noch um den verdienten Lohn gebracht: Torwart Brao brachte im Strafraum einen Baunataler zu Fall, doch Schiedsrichter Angermaier entschied auf Vorteil. Der Ball kam zu Andre Schmitt, dessen Schuss von Enis Muratoglu noch an den Pfosten gelenkt wurde. Nebe stellte verärgert fest: „Das war kein Vorteil mehr für uns, das war ein klarer Elfer.“

Der KSV steht nun bei vier Pluspunkten. „Wir müssen jetzt zusehen, dass wir schnellstens wieder in die Spur zurückfinden“, betonte der Gäste-Coach. Hätten die Baunataler in der Anfangsphase nicht noch im Tiefschlaf gelegen und eine der Gelegenheiten in der ersten Hälfte genutzt, wäre für den KSV zumindest ein Unentschieden drin gewesen.

Von Achim Dürr

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