Nach dem Pokalspiel in Baunatal

Nach Pokalspiel: Lob für KSV Baunatal - Besser als in Gladbach

+
Nicht ganz so zufrieden: Bochums Trainer Robin Dutt. 

Viel Lob gab es für die Fußballer des KSV Baunatal für ihre Leistung im Pokalspiel gegen Bochum. Lob erhält der Verein zudem für das gesamte Drumherum am Pokaltag. 

Es schmeckt. Das Bierchen. Das Hütt. Florian Hamm weiß, wovon er redet. Seine Kumpels auch. Das sind der Kevin, der Nils, genannt Shamous, und der Dennis, genannt Mops. Das Quartett aus Recklinghausen fährt fast zu jedem Auswärtsspiel des VfL Bochum. Für das heimische Ruhrstadion haben die eingefleischten Fans ohnehin eine Dauerkarte. Logisch, dass sich die vier Männer aus dem Ruhrpott die erste Runde im DFB-Pokal in Baunatal nicht entgehen lassen. Ihnen gefällt das familiäre Flair rund um das Parkstadion.

Zwischen den Bierpilzen und Bratwurstbuden, die vor dem Eingang zur Haupttribüne aufgebaut sind, stimmen sich die vier Bochum-Fans auf die Partie ein. „Wir hatten eine sehr gute Anreise. Mit den Parkplätzen ist das hier super organisiert“, sagt Hamm. Und Mops ergänzt: „Besser als in Gladbach.“ Hört, hört. Überhaupt sind die Gäste beim Anblick des Baunataler Stadions überrascht. Mit den imposanten Flutlichtmasten sähe alles ein bisschen aus wie in der zweiten Liga.

DFB Pokalspiel KSV Baunatal VfL Bochum Parkstadion

Dass an diesem Tag tatsächlich der etwas größere Fußball in Nordhessen Station macht, ist unschwer an den Übertragungswagen zu erkennen. Nur einen Steinwurf von den Bochumer Jungs entfernt ruht sich die Truppe der Firma Skyline im Schatten eines Trucks aus und stärkt sich mit Auflauf und Lasagne. Auch den Leuten, die für die Fernsehbilder zuständig sind, schmeckt’s. Einer von ihnen heißt Kai Spichalsky. Der Mann ist Bild-Ingenieur und dafür verantwortlich, dass die Kameras richtig auf- und eingestellt sind. Außerdem kümmert er sich um den bildtechnischen Ablauf.

Seit Mittag werkelt die Mannschaft, die sonst auch bei Bundesliga-Spielen im Einsatz ist, rund ums Parkstadion. Für ganz große Produktionen sei Baunatal nicht ausgelegt, sagt Spichalsky: „Aber das passt hier schon.“ Was den Ingenieur besonders freut: Das Stadion sei sehr weitläufig. Dadurch wäre es recht einfach, eine gute Position für die Kameras zu finden. Gute Einstellungen und Perspektiven seien damit garantiert.

Stärkung vor dem Anpfiff: Bild-Ingenieur Kai Spichalsky ist mit den Gegebenheiten in Baunatal vollauf zufrieden. 

Bereits am Vortag reisten die Techniker aus Mainz an. Probleme? Komplikationen? „Kein bisschen. Von uns ist zwar bisher keiner in Baunatal gewesen. Aber die Stadt ist ja super an die Autobahn angebunden“, sagt Spichalsky. Gut möglich, dass er insgeheim denkt: Viel besser hier als in Gladbach.

So oder so gibt es für Baunatal und den KSV Lob von allen Seiten für diesen Pokaltag. Zwei Fußball-Halbzeiten später genießt der Vorstandsvorsitzende des Vereins auf der Tartanbahn in der Nähe des Kabinenganges die Atmosphäre nach der mitreißenden Partie. „Das war ein grandioser Fußballtag“, sagt Timo Gerhold und beobachtet, wie die Baunataler Spieler dem Sender Sky Interviews geben: „Wir glühen vor Stolz.“

Damit meint Gerhold nicht nur die herausragende Leistung der Baunataler Mannschaft beim 2:3 gegen den Zweitligisten, sondern den Einsatz des gesamten Teams. Um 9 Uhr begann der Verein mit 120 freiwilligen Helfern, die letzten Vorbereitungen für das Jahrhundertspiel zu treffen. Kein Stress. Kein Ärger. Mehrere Abteilungen hätten angepackt. „Der Pokal hat den Verein zusammengeschweißt“, sagt Gerhold. Und wer weiß: Vielleicht herrscht eine bessere Stimmung als in Gladbach.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.