1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional

Baunatal trotzt dem Spitzenreiter

Erstellt:

Von: Horst Schmidt

Kommentare

Abgezogen: Der Friedberer Toni Reljic (links) kommt vor Daniel Borgardt vom KSV Baunatal zum Abschluss. Am Ende trennten sich beide Teams 0:0.
Abgezogen: Der Friedberer Toni Reljic (links) kommt vor Daniel Borgardt vom KSV Baunatal zum Abschluss. Am Ende trennten sich beide Teams 0:0. © andreas fischer

Nach dem 0:0 im Spiel der Fußball-Hessenliga des KSV Baunatal gegen Spitzenreiter Türkgücü Friedberg hatten die VW-Städter schnell ihren Helden gefunden. Torhüter Yannick Wilke hatte seine Mannschaft mit einem glänzend parierten Foulelfmeter im Spiel gehalten.

Nach der fairen und vor allem im zweiten Abschnitt spannenden Begegnung herrschte allerseits entspannte und zufriedene Stimmung. „Meine Mannschaft konnte heute nicht überzeugen, am Ende müssen wir gegen einen Gegner in Unterzahl mit dem Unentschieden hochzufrieden sein“, analysierte Türkgücü-Coach Enis Dzihic die Partie. KSV-Trainer Tobias Nebe wollte dem nicht widersprechen und sagte: „Wir haben uns in der zweiten Hälfte gesteigert und waren mehrfach dran am Sieg. Die Mannschaft hat heute den Aufwärtstrend fortgesetzt.“

In den ersten 45 Minuten der Partie war schon ein wenig Geduld gefragt, denn die Abtastphase schien schier unendlich zu sein. Vor allem die Torsicherung stand im Vordergrund bei den Mannschaften. Das wurde auch daran deutlich, dass die beiden Torjäger der Gäste Noah Michel und Toni Reljic bei der stabilen Baunataler Innenverteidigung um Maximilian Blahout und Felix Schäfer gut aufgehoben waren. Wenn dann doch mal etwas durchkam, zeigten sich Torhüter Wilke auf Baunataler Seite und Felix Koob bei den Gästen von ihrer besten Seite.

Nach dem Seitenwechsel bot sich ein völlig anderes Bild. Trainer Nebe hatte Hüseyin Cakmak, dessen Einsatz lange auf der Kippe stand, weiter nach vorn geschoben und schon kam die Abwehr des Spitzenreiters öfter ins Schwitzen. So auch in der 54. Minute, als Cakmak aus dem Stand aus 16 Metern die Latte des Gäste-Tores anvisierte. Nur fünf Minuten später stand Wilke im Mittelpunkt des Geschehens, als er im 1:1 gegen Michel zur Ecke rettete.

Nach der Ecke waren wieder die VW-Städter mit der schönsten Kombination des Spiels am Zuge. Jonas Springer hatte auf Dominik Schneider gepasst, der brachte Cakmak ins Spiel, der in Torhüter Koob seinen Meister fand. In der nächsten Situation riss ein Gäste-Akteur Tom Siebert im Strafraum um, es gab Elfmeter. Cakmak schoss so schwach, dass Koob das Leder im Liegen sogar festhalten konnte (64.). Nachdem Patrick Schorr über das Baunataler Tor gezielt hatte (71.), waren wieder die Gastgeber am Zug. Zunächst traf Cakmak nur das Außennetz, dann stand der eingewechselte Leon Lindenthal bei seinem Treffer im Abseits (75.). Nach einem Foul an Reljic im KSV-Strafraum gab es auch hier Strafstoß. Michel scheiterte am überragenden Wilke, der das Leder aus dem Eck faustete (77.). In der Folge fing sich Blahout die Gelb-Rote-Karte ein, als er wohl zu provokant in Richtung des Schiedsrichters gestikulierte.

Obwohl in Überzahl, gelang es den Gästen nicht mehr, Baunatal in Schwierigkeiten zu bringen. Letztlich ging das Remis in Ordnung, obwohl der Spitzenreiter auch hätte verlieren können.

KSV: Wilke - Krengel, Blahout, Schäfer. Schneider - Recker (79. Üstün), Springer (84. Künzel), Borgardt, Cakmak - Berninger-Bosshammer (71. Schmeer) - Siebert (68. Lindenthal)

Friedberg: Koob - Usic, Häuser, Saighani, Schorr - Imek (68. Yikilmaz), Henrich (90.+4 Mahmudov), Jost, Eren (82. Hayashi) - Reljic, Michel

SR: Schöne (Waldbrunn) - Z.: 230

Gelb-Rot: Blahout (B./77.).

Bes. Vork.: Koob hält FE von Cakmak (64.), Wilke hält FE von Michel (77.).

Auch interessant

Kommentare