Fußball-Hessenligist kassiert 0:4-Heimpleite

KSV Baunatal erlebt rabenschwarzen Freitag gegen Schlusslicht Fernwald

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Zwei gegen zwei: Die Baunataler Nico Schrader und Fatih Üstün (in der Mitte von links) bekommen es mit Ufuk Ersentürk (links) und Louis Goncalves zu tun.

Eigentlich lag ja Freitag der 13. schon eine Woche zurück, aber der KSV Baunatal befand sich gestern Abend im heimischen Parkstadion ganz offensichtlich in einer Zeitschleife.

Mit 0:4 (0:2) unterlagen die Hessenliga-Fußballer um Trainer Tobias Nebe dem Tabellenletzten FSV Fernwald. Und dabei hatten sie noch Glück.

Vor dem Anpfiff hatte Trainer Nebe noch optimistisch gewirkt, während Fernwalds Coach Benjamin Lock pessimistischer erschien. Das hatte er eigentlich auch nötig, denn Fernwald hatte zuvor in acht Spielen, acht Niederlagen verbucht. Der KSV hatte dagegen am vergangenen Wochenende Siegerluft geschnuppert.

Was dann kam, erinnerte etliche der 150 Zuschauer im Parkstadion an den Vorabend, als Borussia Mönchengladbach in der Europa League eine 0:4-Klatsche gegen Wolfsberg kassiert hatte. Dass für den KSV die Partie nicht noch höher verloren ging, lag an Pascal Bielert. Baunatals Torwart klärte etliche gefährliche Situationen, denen er sich stetig ausgesetzt sah.

War noch zuvor immer mal wieder von einer Baunataler Abschlussschwäche die Rede gewesen, kam jetzt auch noch eine eklatante Defensivschwäche hinzu. Kaum etwas funktionierte in der Viererkette, und noch bevor sie sich richtig formiert hatte, stand es auch schon 0:1.

Völlig unbehindert marschierte Fernwalds Nicolas Strack in der dritten Minute durch den KSV-Strafraum und ließ dem allein gelassenen Bielert keine Chance. Okay, schlechter Start, mochte da noch so mancher denken. War es aber nicht – wie die neunte Minute bewies: Eckstoß Fernwald, Kopfball Ufuk Ersentürk, und schon stand es 0:2 aus Baunataler Sicht.

Spätestens ab da funktionierte nichts beim KSV. Beispiel gefällig? Manuel Pforr zögert bei einem Freistoß (16.) lange, schießt dann einen Fernwalder an. Der spielt einen langen Pass nach vorn, und Bielert kann gerade noch das 0:3 verhindern. Es folgen 30 weitere Minuten ohne nennenswerte Aktionen auf Baunataler Seite und eine zweite Spielhälfte, in der die Tragödie ihre Fortsetzung fand und das 0:3 Wirklichkeit wurde. Wieder war es eine leblose KSV-Defensive, die Felix Erben (56.) im Strafraum völlig unbehelligt ließ – Torwart Bielert hatte keine Abwehrchance.

„Feierabend“ und „Aufhören“ riefen die Zuschauer danach noch eine gute halbe Stunde, in der sich die Baunataler vergeblich mühten und Fernwald Mirco Geisler per Fernschuss (89.) das Gladbach-Ergebnis perfekt machte.

Tore: 0:1 Strack (3.), 0:2 Ersentürk (9.), 0:3 Erben (56.), 0:4 Geisler (89.) Schiedsrichter: Wahl (Wolfhagen). Zuschauer: 150

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