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KSV Baunatal nach 3:1 gegen Waldgirmes zehn Spiele ungeschlagen

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Von: Frank Ziemke

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Baunataler Glücksgefühle: Torschütze Leon Recker (Mitte) wird von Hüseyin Cakmak (rechts) umarmt. Links Johann Klein, der später das 2:1 erzielte.
Baunataler Glücksgefühle: Torschütze Leon Recker (Mitte) wird von Hüseyin Cakmak (rechts) umarmt. Links Johann Klein, der später das 2:1 erzielte. © Dieter SchachTschneider

Seit dem 3. September verzeichnet der KSV Baunatal eine beeindruckende Serie: Sieben Siege, drei Unentschieden – seit zehn Spielen ungeschlagen.

Baunatal – Zunächst sei an eine Niederlage erinnert. Am 3. September unterlag der KSV Baunatal dem FC Gießen. 1:3 hieß es damals. Was seitdem beim Fußball-Hessenligisten passiert ist, das sorgt rund ums Parkstadion für strahlende Gesichter. Mit dem 3:1 (1:0) gegen den SV Waldgirmes – nicht in allen Belangen überzeugend, aber eben doch absolut verdient – sind die Baunaler nun seit zehn Spielen ungeschlagen.

Trainer Tobias Nebe kann sich nicht erinnern, ob er so etwas schon mal erlebt hat

Ein Höhenflug, der natürlich für ausgelassene Stimmung sorgte. Im obligatorischen Kreis nach Spielende sangen sie das Lied von den Baunis, die wieder mit dem Hammer da sind. Sieben Siege, drei Unentschieden seit diesem 3. September – das ist die aktuelle Erfolgsbilanz. Trainer Tobias Nebe kann sich nicht erinnern, ob er so etwas schon mal erlebt hat.

Aber er weiß, dass das alles andere als selbstverständlich ist. „Wir hatten zuletzt zwei schwere Jahre. Da sind wir hinter den Erwartungen geblieben. Umso schöner ist es jetzt.“

Das Selbstvertrauen ist da

Nebe ist aber nicht blauäugig. Er weiß, dass es „ein schmaler Grat ist zwischen Erfolg und Misserfolg“. Und er sagt auch mit Blick auf den Sieg gegen Waldgirmes: „Es war verdient, aber es war nicht alles gut.“ Damit spricht er vor allem die Phase nach der Pause an. Die Gastgeber führten gegen robuste Gäste 1:0. Aber plötzlich drückte Waldgirmes. Torhüter Yannick Wilke verhinderte mit einer Parade gegen den frei zum Schuss kommenden Claudius Fürstenau den Ausgleich (53.). Der fiel dann aber doch. Fürstenau verlängerte einen Freistoß mit dem Hinterkopf (62.).

Doch es war genau diese Phase, die zeigte, was Baunatal derzeit so stark macht. Das Selbstvertrauen ist da. Und die Flexibilität im Spiel auch. Johann Klein, früh eingewechselt, zieht von links in den Strafraum. Sein Schuss ist nicht hart, aber Leon Recker irritiert den Torhüter – eine Minute nach dem Ausgleich liegen die Gastgeber wieder in Führung.

Die Gastgeber waren dominant, taten sich aber schwer mit der Chancenverwertung

Recker selbst war es, dem vor der Pause das 1:0 gelungen war. Die Gastgeber waren dominant, taten sich aber schwer mit der Chancenverwertung. Dann leitete Innenverteidiger Felix Schäfer einen Angriff über die linke Seite ein, bediente Klein – und dessen Zuspiel verwertete Recker am hinteren Pfosten. Kurios: Es war der vierte Treffer des 19-Jährigen in Folge. Zuletzt hatte der Fritzlarer, der seit der E-Jugend für Baunatal spielt, beim 3:1 in Erlensee alle drei Treffer erzielt.

Insgesamt sind es bereits sechs. Trainer Nebel lobt den Nachwuchsmann aber auch wegen seiner hohen Laufbereitschaft an der Außenlinie. Recker selbst sagt: „Vier Tore am Stück, das ist geil. Aber vor allem macht es derzeit einfach riesigen Spaß mit dieser Mannschaft. Ich bin total zufrieden.“ Damit fasste er die Stimmungslage beim KSV gut zusammen.

Spaß und Zusammenhalt. Siege, die zusammenschweißen – das betont auch Nicolai Lorenzoni. Der saß zunächst auf der Bank, erzielte kurz nach seiner Einwechslung aber das 3:1 (79.) und machte den Sieg perfekt. Der hätte, etwa beim Lattentreffer des ebenfalls eingewechselten Sebastian Schmeer, noch höher ausfallen können. Lorenzoni also sagt: „Jeder zerreißt sich für jeden. Es ist einfach toll momentan.“ (Frank Ziemke)

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