Fußball-Hessenligist steht unter Druck

KSV Baunatal will gegen Alzenau wieder in Tritt kommen

Aufstehen und weitermachen: Baunatals Kapitän Daniel Borgardt (links, hier gegen Fliedens Marius Kullmann) steht mit dem KSV vor einer schweren Aufgabe.
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Aufstehen und weitermachen: Baunatals Kapitän Daniel Borgardt (links, hier gegen Fliedens Marius Kullmann) steht mit dem KSV vor einer schweren Aufgabe.

Die Hälfte der Spiele in der Vorrunde der Fußball-Hessenliga sind schon absolviert. Vor dem elften Spieltag nimmt der KSV Baunatal erstmals in dieser Saison nicht einen der ersten fünf Plätze, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigen, ein.

Zuletzt verlor das Team von Trainer Tobias Nebe dreimal in Folge und steht vor dem Heimspiel gegen Bayern Alzenau (Samstag, 14.30 Uhr, Parkstadion) auf Tabellenplatz sechs. Jetzt wollen die Baunataler gegen den Regionalliga-Absteiger wieder in Tritt kommen.

Der Rückblick

Es ist schon kurios: Der KSV verlor die letzten drei Spiele, jeweils war ein Doppelschlag des Gegners der Knackpunkt. Beim Heimauftritt gegen Flieden erzielte Sebastian Schmeer in der 87. Minute das 1:1, in der 88. und 89. Minute kassierten die Gastgeber das 1:2 und 1:3. Nach einer guten ersten Halbzeit gegen Stadtallendorf musste der KSV in der 53. und 54. Minute die Gegentore bei der 0:2-Niederlage hinnehmen. Und vor einer Woche in Hanau? „Da haben wir 75 Minuten gut gespielt, hatten die Partie im Griff“, sagt Nebe. Durch das Tor von Schmeer (65.) führte Baunatal, aber dann drehten die Hausherren in der 78. und 79. Minute das Spiel, gewannen 3:1. „Wir machen es vorher gut, bekommen dann einen Gegentreffer und wollen sofort das Ergebnis korrigieren und werden dabei panisch“, erklärt Nebe. Dabei war der Coach mit den Leistungen gegen Stadtallendorf und Hanau nicht unzufrieden. „Die Tendenz geht nach oben. Aber was wehtut, ist die Niederlage gegen Flieden. Da waren wir wirklich schlecht.“

Wo hakt es noch beim KSV? „Das Dilemma sind unsere Verletzungsprobleme“, sagt Nebe. „Und wenn verletzte Spieler zurückkommen, sind sie natürlich nicht gleich auf ihrem normalen Leistungsniveau.“

Die Gegenwart

Auch vor der Partie gegen Alzenau sieht die Personalsituation bei Baunatal nicht rosig aus. Neben Malte Bandowski, Felix Schäfer und Dominik Schneider fällt jetzt auch Jonas Springer (Probleme mit der Ferse) verletzt aus. Außerdem stehen hinter den Einsätzen von Hüseyin Cakmak (Schmerzen in der Kniekehle), Sebastian Schmeer (Nackenprobleme) sowie von Patrick Krengel und Fatih Üstün Fragezeichen. Nach einer Erkältung kehrt immerhin Nicolai Lorenzoni zurück.

„Durch die Niederlagen haben wir uns jetzt in eine Situation gebracht, in der wir unter Druck stehen“, sagt Nebe und fügt hinzu: „Es sind unfassbar wichtige Punkte gegen Alzenau, wir müssen unbedingt gewinnen.“ Aber das wird nicht leicht, auch wenn der Gast nur auf dem achten Platz steht. Die Bayern haben mit zehn Punkten einen Zähler weniger geholt als Baunatal, aber auch eine Partie weniger absolviert. „Sie hatten schon vorher eine gute Mannschaft und haben mit Jose Holebas jetzt noch einen Spieler dazu bekommen, der für diese Liga der Wahnsinn ist“, sagt Nebe.

Der Ausblick

Aufgrund des kuriosen Modus in der Hessenliga, durch den die Baunataler bereits gegen drei Teams Hin- und Rückspiel absolviert haben, treffen sie nun natürlich auf manche Teams noch zweimal. Dazu zählen mit Fulda und Erlensee der Tabellenerste und -zweite. Auf den ersten Blick wird es in der zweiten Hälfte der Vorrunde also schwerer als in der ersten. Nebe beunruhigt das nicht: „Die Saison hat gezeigt, dass in dieser Liga jedes Spiel unheimlich offen ist. Nur Fulda und mittlerweile Stadtallendorf stehen etwas über den anderen Teams.“ Zumindest gegen Stadtallendorf hat der KSV schon zweimal gespielt. (Manuel Kopp)

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