In Hadamar und Stadtallendorf 

Aufstiegskampf und Abstiegssorgen: So sieht es beim KSv Hessen und KSV Baunatal aus 

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Szene aus dem Pokalspiel: Kassels Angreifer Mahir Saglik (links) und Zweikampf mit Baunatals Stürmer Rolf Sattorov. 

Kassel/Baunatal – Der KSV Hessen Kassel kämpft um den Aufstieg, der KSV Baunatal gegen den Abstieg. So ist der Stand zum Auftakt nach der Winterpause für die heimischen Fußball-Hessenligisten. Eine Bestandsaufnahme:

KSV Hessen Kassel

Die Löwen haben ein Problem mit dem Fuß. Zumindest drei von ihnen. Tim Brandner, Kevin Nennhuber und Alexander Mißbach haben sich allesamt einen Bruch im Fuß zugezogen. Und damit fallen drei potenzielle Stammverteidiger aus.

Trainer Tobias Damm hat in zwei Fällen keine guten Neuigkeiten. Nennhuber und Mißbach – das hat sich herausgestellt – müssen beide operiert werden. Besonders bitter ist das für Mißbach, der schon zweieinhalb Wochen pausiert hatte. Neue Aufnahmen hätten aber nun gezeigt, dass der Spalt im Fuß größer geworden sei, sagt Damm.

Anders als befürchtet wird Brandner aber wohl nicht allzu lange fehlen. Beim Linksverteidiger hat sich gezeigt, dass der Bruch schon älter ist, die Heilung bereits begonnen hat. „Es sieht schon gut aus. Er wird der Erste sein, der zurückkehrt“, sagt Damm.

Eine Option wird so Tim Welker, der aber noch an seiner Fitness arbeiten muss. In Hadamar wird die Innenverteidigung wohl aus Sergej Evljuskin und Luis Allmeroth bestehen. „Hadamar ist eine sehr unangenehme Mannschaft. Eine, die nie aufgibt. Eine, die sehr robust und geschlossen auftritt“, sagt der Coach. In Leon Burggraf (20 Treffer) hat Hadamar zudem den besten Torschützen der Hessenliga.

Das oberste Ziel sei weiter der Aufstieg, sagt Damm. „Aber ich sage auch: Seit Oktober haben wir einen Weg eingeschlagen. Und Ziel ist es auch, weiterhin so Fußball zu spielen. Dann haben wir auch realistische Chancen, Zweiter zu werden.“

KSV Baunatal

Keine Frage, die Baunataler blieben in dieser Saison hinter ihren Ansprüchen zurück. Und so steckt der KSV im Abstiegskampf. „Wir haben ein schweres Auftaktprogramm, dennoch ist es unser Ziel, so schnell wie möglich da unten herauszukommen und Kontakt zu den einstelligen Tabellenplätzen zu bekommen“, sagt Trainer Tobias Nebe. Im Wissen um die eigene Leistungsstärke gehen die Baunataler zuversichtlich in die Restrunde. Nebe sagt aber auch: „Es reicht nicht aus, sich nur darauf zu verlassen.“ Gerade wenn es mal nicht läuft, käme es auf die Tugenden Kampf und Leidenschaft an. „Ansonsten gibt es ein böses Erwachen. Aber ich denke, wir haben das in der bisherigen Saison gelernt“, sagt der Trainer.

Mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Stadtallendorf (Samstag, 14 Uhr) hat der KSV gleich eine schwere Aufgabe vor sich. Aber: In der Hinrunde gewannen die Baunataler 1:0. Das macht Mut vor der auf Kunstrasen stattfindenden Begegnung beim Spitzenreiter. „Im Parkstadion haben wir damals verdient gewonnen. Wir fahren jetzt dahin, um auch etwas zu holen“, sagt der Sportliche Leiter Ralf Rößler.

In der Vorbereitung fielen zwar immer mal wieder Baunataler kurzzeitig wegen kleinen Verletzungen oder Erkältungen aus, dennoch ist Nebe insgesamt zufrieden. Zudem haben die Nordhessen vor dem Start aus der Winterpause lediglich einen Verletzten zu beklagen. Stürmer Thomas Müller fällt wegen eines Meniskusrisses länger aus.

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