1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional

Landwehrhagen/Benterode hält im Derby Kurs

Erstellt:

Von: Manuel Brandenstein

Kommentare

Jan Gude (rechts) umarmt Julian Vollmer.
Torschützen unter sich: Jan Gude (rechts) und Julian Vollmer. © Manuel Brandenstein

War das vielleicht schon das vorerst letzte Staufenberger Fußballderby? Angesichts der Zuschauerresonanz bei der jüngsten Auflage – knapp 400 kamen – wäre es schade.

Escherode – Die Fußballer der SG Landwehrhagen/Benterode strebt erst recht nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg bei der SG Escherode/Uschlag den Aufstieg in die Kreisoberliga an. Beste Freunde werden die beiden Mannschaften wohl nicht mehr. Das zeigten die Emotionen bei diesem Nachbarschaftsduell in Escherode. Neunmal musste Schiedsrichter Alexander Roßkopf (TSV Rothwesten) angesichts zahlreicher harter Zweikämpfe die Gelbe Karte zücken. Richtig unfair wurde es aber nie. Trotzdem war man sich sogar bei der Bewertung der Partie uneinig. Michael Kosch, Trainer der Gastgeber, meinte: „Ein Derby verliert man natürlich nie gerne, aber es war heute auch nicht so, dass die bessere Mannschaft gewonnen hätte.“ Andreas Kühne, Coach der Gäste stellte hingegen fest: „Für mich war das wieder mal ein Kampf der Systeme: Wir haben uns bemüht, spielerische Lösungen zu finden und bei Escherode waren fast nur lange Bälle angesagt.“ Vermutlich trafen beide Bewertungen nicht hundertprozentig ins Schwarze.

Fest steht allerdings, dass Landwehrhagen/Benterode unbedingt einen Sieg im Aufstiegsrennen brauchte und auch deshalb sehr engagiert begann. Tim Herrmann hatte die durch Mike Wolterts Verletzung verwaiste Position hinter Stürmer Jan Gude übernommen und die Rückkehr von Marius Adolf stabilisierte das Mittelfeld. So agierten die Gäste selbstbewusst und wurden nach 19 Minuten mit der Führung belohnt: Nach einer Flanke von der rechten Seite kam David Fichte im Zweikampf mit Maximilian Pless zu Fall und es gab Strafstoß. Diesen verwandelte Jan Gude sicher.

Danach waren die Gastgeber bis zum Halbzeitpfiff spielbestimmend. Das Manko: Es blieb für sie bei Halbchancen, vornehmlich bei Eckbällen und Freistößen. Aufregung gab es jedoch, als sich Stürmer Matthias Pfurr mit einem energischen Antritt fast schon durchgesetzt hatte, im letzten Moment aber von der vereinigten Gäste-Defensive ausgebremst wurde. „Sie haben mich voll an der Wade getroffen, das hätte ebenfalls Elfmeter geben müssen“, gab Pfurr später zu Protokoll.

Doch es ging halt weiter und Großchancen blieben Mangelware. Nach einer Stunde Spielzeit tauchte plötzlich Julian Vollmer völlig überraschend von René Schauwecker auf und schob zum 0:2 ein. „Ich weiß gar nicht, woher der Ball kam“, so Vollmer. „Ich habe ihn mit dem Außenrist angenommen und dann einfach reingemacht!“ Auch für Michael Kosch eine unübersichtliche Szene: „Da haben wir aus unerfindlichen Gründen einfach aufgehört zu spielen.“

Viel passierte danach nicht mehr. Doch Escherode/Uschlag besaß dann doch noch eine Großchance: In der 75. Minute rückte der erst zum zweiten Mal in der Verteidigung aufgebotene Patrick Gossmann in den gegnerischen Strafraum vor, und sein Kopfball strich nur ganz knapp am Tor vorbei. Vielleicht hätte der hier mögliche Anschlusstreffer noch mal für neue Energie gesorgt, doch eine Zehn-Minuten-Zeitstrafe gegen Kamill Kwiotek bremste nun die Platzherren völlig aus. Landwehrhagen/Benterode behält dadurch die Tabellenführung und muss jetzt noch dreimal seine Hausaufgaben machen, um das große Ziel des Aufstiegs zu erreichen.

SG Escherode/Uschlag: R. Schauwecker – Pless, Gossmann, Alves, Witzel – Loewing, L. Trolldenier, Kwiotek, Morales – Pfurr, Schmelz.
Eingewechselt: Fromm.
SG Landwehrhagen/Benterode: Schönebach – Dülfer, Dörner, Wedel, J. Röther – J. Vollmer, Adolf, T. Gude, Fichte – Herrmann – J. Gude.
Eingewechselt: Scholl, N. Röther, Arand.
Tore: 0:1 J. Gude (19./Foulelfmeter), 0:2 Vollmer (60.). (Manuel Brandenstein)

Auch interessant

Kommentare