Saisonabbruch in Hessen

SG Landwehrhagen/Benterode muss erhofften Aufstieg abhaken

Andreas Kühne, Landwehrhagen/Benterode
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Auf ein Neues: Andreas Kühne will weiter angreifen.

Der Amateurfußball in Hessen ist in den meisten Klassen zu den Akten gelegt worden. Auch die beiden Staufenberger Fußballvereine aus dem Altkreis Münden werden die Stollenschuhe vorerst im Regal lassen müssen. Besonders für die SG Landwehrhagen/Benterode ist der Abbruch der Serie sehr ärgerlich.

Staufenberg – Die Mannschaft von Trainer Andreas Kühne war im Vorfeld der Serie exzellent zusammengestellt worden und erfüllte in neun absolvierten Punktspielen alle Erwartungen. Die SG lag mit zwei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze und durfte sich große Hoffnung auf den Sprung in die Kreisoberliga machen. Nur sechs Gegentore und 41 erzielte Treffer waren einsame Spitze. Während die meisten Vereine mit dem Saisonabbruch und dem Wegfall von Auf- und Abstieg ganz gut leben können ist Andreas Kühne natürlich in erster Linie enttäuscht: „Gehofft haben wir immer, aber wir wussten seit geraumer Zeit, dass es mit einer Saisonfortsetzung wohl nichts mehr geben würde. Laut Aussagen des Kreises wäre es wohl okay gewesen, wenn wir die Hinserie beendet hätten. Dann wäre eine Aufstiegsregelung denkbar gewesen. Aber letztlich nehmen wir es jetzt auch so hin, wie es ist.“

Bis zum Ende der Hinserie waren es noch fünf Spiele und Kühne hatte berechnet, dass seine Mannschaft das leichteste Restprogramm erwarten würde. „Das hätte wirklich alles ganz gut ausgesehen“, so Kühne. Ein Aufstieg hätte den erstmaligen Sprung in die höchste Kasseler Kreisspielklasse bedeutet. Zuletzt war die SG Landwehrhagen/Benterode vor zwei Jahren in die Kreisliga A aufgestiegen, nachdem sie zusammen mit der SG Escherode/Uschlag in 2017 aus dem Fußballkreis Göttingen nach Kassel gewechselt war.

Trotz verpasstem Aufstieg will sich die SG Landwehrhagen/Benterode aber durch Corona nicht komplett ausbremsen lassen. „Wir werden in der neuen Saison eine genauso starke Mannschaft aufbieten“, ist sich Trainer Andreas Kühne sicher. Sogar einige Neuzugänge, die aber noch geheim blieben, stünden schon fest.

Neben der zweiten Mannschaft aus Benterode kann auch Nachbar SG Escherode/Uschlag den Saisonabbruch recht entspannt hinnehmen. Die Mannschaft rangierte in der Kreisliga A auf dem zehnten Tabellenplatz und hatte diesmal keine Ambitionen nach oben. Auch für den neuen Trainer Michael Kosch sollte es eine unaufgeregte Probesaison werden. Mittlerweile hat sich der Coach mit dem Verein auf eine zweite gemeinsame Serie geeinigt. Zum Abbruch sagt Kosch: „Das ist momentan in unserer Lage aufgrund der Pandemie die vernünftigste Entscheidung. Man hätte wohl niemandem erklären können, dass auch wir in der Kreisliga A unbedingt wieder spielen wollten.“ Bei der Kaderplanung ist die SG Escherode/Uschlag schon weit. Kosch erwartet, dass fast alle Spieler bleiben. Lediglich in einem Fall gibt es wohl noch berufliche Unwägbarkeiten, die sich auch auf die SG auswirken könnten.

Ein Blick nach Niedersachsen: Es wird erwartet, dass auch der Niedersächsische Fußballverband im Laufe dieser Woche seine Fußballsaison abbrechen wird. Die NFV-Spitze trifft sich am Mittwochabend. (Manuel Brandenstein)

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