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Corona bremst den heimischen Sport erneut aus

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Von: Marco Washausen

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Sport in der Halle geht aktuell nur noch unter 2G+. Zum Nachweis über Impfung oder Genesung kommt also auch noch ein gültiger negativer Test.
Sport in der Halle geht aktuell nur noch unter 2G+. Zum Nachweis über Impfung oder Genesung kommt also auch noch ein gültiger negativer Test. © imago images / Sven Simon

Seit Mittwoch gilt im Landkreis Northeim die Corona-Warnstufe 2.

Northeim - Das hat erhebliche Auswirkungen auf den Sport. Hier ein Überblick, wie die verschiedenen Verbände damit umgehen.

Handball

Am Montag teilten die niedersächsischen Handballregionen mit, dass sie ihre Saison bis mindestens zum 31. Januar unterbrechen. Von der Regionsoberliga abwärts ruht also der Spielbetrieb. Für Montagabend hatte der Handballverband Niedersachsen (HVN) die Vereine mit Mannschaften in Landesliga, Verbandsliga und Oberliga zu zwei Videokonferenzen eingeladen. Gestern Abend folgte eine weitere solche Runde für den Jugendspielbetrieb. Eine Entscheidung, wie es nun in diesen Spielklassen weitergeht, wird für Donnerstag erwartet.

„Die Resonanz auf die Videokonferenzen war hervorragend. Das Stimmungsbild war erwartungsgemäß breit gestreut. Von einem sofortigen Abbruch bis zur Forderung, den Spielbetrieb unbedingt fortzusetzen, war alles vorhanden“, berichtete HVN-Geschäftsführer Markus Ernst. Der Deutsche Handball-Bund (DHB), in dessen Zuständigkeitsbereich die 3. Liga mit dem Northeimer HC fällt, hat sich bisher öffentlich nicht geäußert.

Tischtennis

Klarheit gibt es für die Tischtennisspieler. „Das Präsidium des niedersächsischen Verbandes hat am Montagabend beschlossen, den Spielbetrieb vom 1. Dezember bis zum 31. Januar zu unterbrechen. Für den Trainingsbetrieb gelten die Regelungen der jeweiligen Hallenträger. Die Mannschaftsmeldung für die Rückrunde findet wie geplant im Zeitraum vom 16. bis zum 22. Dezember statt.“

„Es war uns wichtig, unseren Vereinen für einen überschaubaren Zeitraum von zwei Monaten Klarheit zu verschaffen. Niemand weiß, wann wir den Spielbetrieb wiederaufnehmen können“, erklärt TTVN-Präsident Heinz Böhne. Dadurch, dass man nur unter 2G+-Bedingungen an Spielen teilnehmen kann, sei die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes kaum möglich. In einigen Klassen fielen bereits am vergangenen Wochenende bis zu 30 Prozent der Spiele aus. „Damit haben unsere Vereine ein deutliches Zeichen gesetzt und ihre Sorgen und Probleme zum Ausdruck gebracht“, verdeutlicht Böhne.

Volleyball

Bereits vor einer Woche, also vor dem Inkrafttreten der Warnstufe 2 in Niedersachsen, hat der nordwestdeutsche Volleyballverband (NWVV) reagiert. Seit dem 25. November gilt hier für alle Veranstaltungen die 2G+-Regel. Damit dürfen nur noch geimpfte oder genesene Personen mit einem gültigen Test am Spielbetrieb teilnehmen. Für Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wurde parallel eine Testpflicht eingeführt.

„Im Zuge der dynamischen Entwicklung und der erhöhten Infektionszahlen sieht sich der Verband dazu gezwungen, diesen Schritt zu gehen, um seine Mitglieder während des Spielbetriebs bestmöglich zu schützen“, heißt es. Für den gestrigen Mittwochabend hatte der NWVV zudem zu einem Online-Vereinsdialog geladen, um sich mit den Verantwortlichen auszutauschen.

Tennis

Die Sportkommission des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen hat beschlossen, den Spielbetrieb der Hallenrunde wie geplant fortzusetzen. Auf- und Abstieg bleiben bestehen. Der TNB weist auf seiner Homepage ausdrücklich darauf hin, dass in den Hallen die 2G+-Regeln zu befolgen sind.

Fußball

Beim Fußball ist die Lage - im Gegensatz zu den Hallensportarten - ein wenig entspannter. Dennoch hat der Fußballbezirk sich am Dienstag dazu entschlossen, alle Spiele in seinem Zuständigkeitsbereich - von der Landesliga abwärts - abzusagen. Die auf der Hand liegenden Gründe: die steigenden Coronazahlen und die unbespielbaren Plätze. Außerdem sprach Spielleiter Jörg Zellmer die Empfehlung aus, von Freundschaftsspielen oder Hallenturnieren abzusehen.

Anders entschied der übergeordnete niedersächsische Fußballverband (NFV). „Vor dem Hintergrund des nachweislich geringen Infektionsrisikos an der frischen Luft hat sich der NFV für die mögliche Fortführung des Spielbetriebes im Freien entschieden“, heißt es. Parallel stellte es der Verband den Bezirken und Kreisen jedoch frei, Spiele (auch flächendeckend) abzusetzen - wie im heimischen Bezirk Braunschweig geschehen. (Marco Washausen)

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