Fußball-Landesliga: SC Hainberg erstmals in der Historie in sechste Liga aufgestiegen

Erkner: Totale Sensation

Riesenjubel nach dem Gewinn der Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga: Nach dem 2:0-Sieg gegen Dostluk Spor Osterode am vergangenen Wochenende gab es für das Team des SC Hainberg kein Halten mehr. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Der „etwas andere Verein“, so nennt sich der SC Hainberg höchstselbst, spielt in der kommenden Saison als bereits drei Spieltage vor Saisonende feststehender Meister der Fußball-Bezirksliga 4 erstmals in seiner 37-jährigen Geschichte in der Landesliga.

„Die totale Sensation ist der Aufstieg, die totale Sensation wäre es aber auch, wenn wir die Liga halten können“, sagt Hainbergs Erfolgstrainer Dennis Erkner, der sich nach eigenen Worten nach dem 2:0-Sieg am vergangenen Wochenende gegen Dostluk Spor Osterode und der damit verbundenen vorzeitigen Meisterschaft nur noch „ ein stückweit leer und erleichtert“ fühlt. „Es waren unglaublich stressige Wochen, da ich mir selbst so viel Druck gemacht habe“.

Der 34-jährige Vater des fünfjährigen Milian hatte vor zweieinhalb Jahren die Hainberger von Carsten Langar übernommen und sie mit acht Siegen und zwei Unentschieden in den letzten elf Spielen in der Saison 2014/15 vor dem drohenden Abstieg in die Kreisliga bewahrt. Ein Jahr später belegte der SCH den siebten Rang und nun holte er sich die Meisterschaft.

Saison mit Superlativen

Die nun so langsam endende Saison war eine mit vielen Superlativen. Sowohl die Hinrunde (39 Punkte), als auch die Rückrunde (33) gewannen die Hainberger, haben beim Stand heute die beste Offensive (77 Tore) und mit nur 27 Gegentreffern auch die beste Defensive. „Wir haben keinen überragenden Torschützen. Unsere Stärke ist die Breite in der Offensive“, unterstreicht der 1. Vorsitzende Jörg (Jockel) Lohse. Niklas Pfitzner ist bester mit 17 Treffern gefolgt von Maxi Maretschke (13), Jonas Hille und Rolf Ziegner (je 8) und den 37-jährigen „Oldie“ Andre Kaufmann (7).

Vor genau 20 Jahren stieg der SC Hainberg von der damaligen Bezirksklasse in die Bezirksliga auf, aus der die Hainberger nie abstiegen. Damals dabei: Oliver Hille und André Pfitzner. Und nun schaffte mit ihren Söhnen Jonas Hille und Niklas Pfitzner die nächste Generation den Sprung in die Landesliga.

Landesliga totales Abenteuer

„Die Landesliga wird für uns ein totales Abenteuer“, freut sich Erkner auf die sechste Liga und die Duelle mit dem FC Grone, dem SCW Göttingen und auch den TSV Landolfshausen. „Für Dennis freut mich die Meisterschaft und der Aufstieg besonders. Ich würde seinen Anteil dieses Erfolges bei über 50 Prozent taxieren“, sagt Lohse. Der Schlüssel für die Meisterschaft, so Lohse, läge eben auch in der Vereinsarbeit der letzten 20 Jahre. „Wer werden wohl mit fünf Herrenteams in die kommende Saison gehen“, vermutet der SC-Chef. (gsd)

Von Walter Gleitze

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