Erkner wechselt Sieg ein

Landesliga: 3:1-Erfolg des SC Hainberg im Stadtderby gegen den FC Grone

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Knapp daneben: Hainbergs Steffen Doll (links) versucht mit einem Heber Grones Keeper Dennis Koch zu überwinden, das Leder rauscht aber knapp am linken FC-Torpfosten vorbei.

Göttingen. „Ich hätte lieber gegen Lehndorf den ersten Sieg meiner Mannschaft in diesem Jahr gefeiert und gegen ein Göttinger Team Remis gespielt“, meinte Trainer Dennis Erkner nach dem 3:1-Sieg seines SC Hainberg gegen den Stadtrivalen FC Grone in der Fußball-Landesliga.

Damit sprach Erkner die prekäre Situation der Groner im Kampf um den Klassenerhalt an. Denn das Team von Trainer Jozo Brinkwerth verharrt weiter auf einem Abstiegsplatz, doch mit zwei bzw. drei Spielen Rückstand gegenüber der Mitkonkurrenz ist für die Göttinger Weststädter noch nichts entschieden, kann der Abstieg durchaus noch vermieden werden.

Brinkwerth ärgerte sich einmal mehr über die individuellen Fehler seines Teams, das beim 0:1 (9. Minute) genauso wenig konsequent zum Ball ging wie auch beim vorentscheidenden 1:2 (79.), sodass beide Male der aufgerückte Abwehrchef André Kaufmann vollstrecken konnte. „Es sind bei uns immer wieder die Kleinigkeiten, mit denen wir uns das Leben schwer machen“, bemängelte der FC-Coach, der dennoch mit der Leistung seiner Spieler zufrieden war.

Erste Halbzeit eine Blaupause

„Die erste Halbzeit war eine Blaupause unserer bisherigen Spiele in diesem Jahr. Wir müssen bis zur Pause mindestens 3:0 führen, kassieren aber noch vor dem Halbzeitpfiff das 1:1“, so Erkner. Nach neun Minuten stand Kaufmann nach einem Freistoß völlig frei vor Grones Keeper Dennis Koch und schob ganz cool zum 1:0 ein. Zwei Chancen (30. und 38.) konnte Hainbergs Steffen Doll nicht nutzen. Vielmehr schaffte Jonathan Schäfer das 1:1 (41.), als ihm der Ball mehr zufällig vor die Füße fiel und Hainbergs Torwart Aleksandar Stankovic keine Abwehrchance ließ.

Nach dem Wechsel konnte Stankovic den Ball nach einem direkten Freistoß (50.) von Justin Taubert mit Mühe um den Pfosten zur Ecke lenken. Es sollte die einzig nennenswerte Tormöglichkeit der Gäste nach dem Wechsel bleiben.

In der hektischen Schlussphase bewahrten die Gastgeber kühlen Kopf. Nach einem Eckball, der am Fünfmeterraum herunterfiel, war Kaufmann per Dropkick zum 2:1 (79.) erfolgreich. Als Grone alles nach vorn warf, auch Koch sein Tor verließ, war es der eingewechselte Rolf Ziegner, der nach einem folgenschweren Ballverlust von Schäfer allein aufs verwaiste Gäste-Tor zulief und mit dem 3:1 für die endgültige Entscheidung sorgte. „Ich denke, dass es die Einwechselspieler waren, die für die drei Punkte gesorgt haben“, hatte Erkner quasi den Sieg eingewechselt.

SC Hainberg: Stankovic - Bujara (566. Ziegner), Kaufmann, Hille - Bettermann (77. Mielenhausen), Broscheit - Bitzer, Kern, Weiss, Pfitzner - Doll (73. Paramarajah).

FC Grone: Koch - Ludwig (70. Bley), Schall, Henkies, Lehrke - Gorny (84. Asllani), Gleitze - Degenhardt, Borgardt (84. Koc).

Tore:  1:0 Kaufmann (9.), 1:1 Schäfer (41.), 2:1 Kaufmann (79.), 3:1 Ziegner (90.). (gsd)

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