Fernduell gegen Abstieg: Landolfshausen bleibt Landesligist

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So fliegt der Trainer gerne mal! Landolfshausens Spieler lassen Ingo Müller nach dem geschafften Klassenerhalt hochleben. Der langjährige TSV-Coach hört jetzt auf und übergibt seinen Job an Yannik Schade, der nun weiter einen Landesligisten coachen kann.

Landolfshausen. „LA“ steht in den USA für Los Angeles. Mit der Millionen-Metropole an der amerikanischen Westküste hat Landolfshausen aber so viel zu tun wie mit dem Meistertitel in der Fußball-Bundesliga.

Dennoch herrschte in kleinen „LA“ im Kreis Göttingen am Sonntagnachmittag „Highlife“. Der TSV hat die Riesen-Überraschung geschafft, bleibt nach einer miserablen Vorrunde, aber einer bemerkenswerten Rückrunde nach einem 2:0 (1:0) gegen Mitauf- und Absteiger TuS Neudorf-Platendorf doch noch in der Fußball-Landesliga. Bedanken können sich die Landolfshäuser auch beim TSV Vahdet Braunschweig, der in Petershütte 2:1 gewann und Tuspo damit in die Bezirksliga schickte.

„Landesliga, Landesliga - hey, hey!“, feierte die Mannschaft des nun scheidenden Trainers Ingo Müller die Rettung am letzten Spieltag. Klar, dass es auch die obligatorische Bierdusche mit einem Riesenglas für den Coach gab. Das war nicht anders als in München bei Pep Guardiola. „Erstmal ist der Kopf leer“, prustete Müller, der sein Amt nun Yannik Schade übergibt, durch. „Das war kein schönes Spiel, es ging nur um die drei Punkte. Die Anspannung war den Spielern anzumerken, aber das frühe 1:0 war Gold wert.“

Nach nur sechs Minuten beruhigte Jannik Meck die 200 TSV-Zuschauer mit dem schnellen 1:0. Mehr als ein Abseitstor und einen Schuss von Jansen (45.) brachte Neudorf nicht zustande. „LA“ vergab durch Malte Köhne, Lukas-Alva Kusch (zuletzt fünf Tore in zwei Spielen) und Meck dicke Chancen zu einer höheren Pausenführung.

Nachdem Kusch dreimal vergeben hatte, war die TSV-Partie mit dem 2:0 von Köhne (54.) mit einem Schuss in die lange Ecke gelaufen. Neudorf hatte überhaupt nichts mehr zuzusetzen, der TSV versemmelte weitere 100-Prozent-Möglichkeiten, geriet aber nicht mehr in Gefahr.

So konzentrierte sich alles auf die zwei anderen, entscheidenden Partien. Der SC Gitter lag beim MTV Wolfenbüttel 2:1 vorn, Petershütte lag gegen Braunschweigs türkischen Klub TSV Vahdet schnell hinten (0:1 Victor, 8.). Jung glich für die „Hütter“ aus (67.). Doch selbst das Remis hätte den Harzern nicht zur Rettung gereicht. Über die üblichen Live-Ticker waren die TSV-Fans informiert – TSV-Trainer Müller und das Team aber nicht. Kurz vor Schluss plötzlich Jubel beim „LA“-Anhang, Vahdet hatte durch Kevin Neef (86.) das 2:1-Endergebnis herausgeholt. „Das haben wir dann natürlich auch mitgekriegt“, freute sich TSV-Goalgetter Kusch und gönnte sich einen tiefen Schluck „Klassenerhalts-Pils“. Nächste Saison kommen dann unter anderem Bezirksliga-Aufsteiger SCW Göttingen und Oberliga-Absteiger Göttingen 05. Kusch: „Das werden geile Spiele!“

TSV: Rudolph - Eickschen, Schütze, Eschholz, Hass - Köhne, Hegeler, Zöpfgen, Kusch - Kraus (81. Jünemann), Meck (86. Schulze).

Tore: 1:0 Meck (6.), 2:0 Köhne (54.). (gsd)

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