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Flutlicht-Derby zum Jahresabschluss: Eintracht Northeim empfängt am Freitagabend die SVG Göttingen

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Von: Marco Washausen

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Kopfballduell aus dem Hinspiel: Der Ex-Northeimer Richard Hehn (links) gegen Tristan Heine. Am Freitagabend steigt das Rückspiel.
Kopfballduell aus dem Hinspiel: Der Ex-Northeimer Richard Hehn (links) gegen Tristan Heine. Am Freitagabend steigt das Rückspiel. © Hubert Jelinek

Für das letzte Spiel eines Jahres könnte man sich durchaus unattraktivere Konstellationen vorstellen: Der FC Eintracht Northeim empfängt am Freitag (19 Uhr) die SVG Göttingen zum Flutlicht-Derby im Gustav-Wegner-Stadion. Dann geht es um die letzten drei Punkte vor der Winterpause für diese Teams in der Fußball-Landesliga.

Wie ist die Ausgangslage vor der Partie?

Die Gastgeber sind in der Tabelle mit 24 Punkten auf den neunten Platz abgerutscht. Die Göttinger (37 Zähler) reisen als Dritte an. Offensiv nehmen sich die Mannschaften bisher eher wenig (Eintracht: 41 Treffer; SVG: 39), doch die Abwehr der Gäste ist deutlich stabiler. Nur Spitzenreiter Vorsfelde (11) hat weniger Gegentore kassiert als die Göttinger (20). Northeims 33 entsprechen dagegen fast zwei pro Partie.

Wie lief das Hinspiel?

Das entschieden die Göttinger am 12. August mit 1:0 für sich. Das Ergebnis passte damals aber nicht zum Spielverlauf. Die SVG war überlegen, fand jedoch immer wieder im starken Eintracht-Keeper Tim Tautermann ihren Meister. Der wurde nur ein einziges Mal geknackt, als der Ex-Northeimer Luis Riedel einen Freistoß aus 18 Metern versenkte (78.). „Ohne Tim Tautermann hätten wir auch 0:4 oder 0:5 verlieren können“, erkannte Northeims Teammanager Hartmut Denecke damals an.

Wer geht als Favorit ins Derby?

Das dürften wohl die Göttinger sein. Die rühmten sich verdientermaßen am vergangenen Sonntag nach ihrem 4:1 am Sandweg gegen Acosta Braunschweig damit, das Jahr 2022 in Oberliga-Rückrunde und Landesliga-Hinrunde daheim unbesiegt geblieben zu sein. Nicht zuletzt deswegen darf sich die SVG zumindest noch theoretische Hoffnungen machen, in der zweiten Saisonhälfte womöglich doch noch ein wenig an der Vormachtstellung von Vorsfelde und MTV Wolfenbüttel zu kratzen.

In Northeim werden kleinere Brötchen gebacken. Wähnte man sich nach dem 6:2 gegen Wahrenholz wieder auf einem guten Weg, war das 3:4 bei Vahdet Braunschweig eher ernüchternd. Der für vergangenen Samstag geplante Rückrundstart in Wolfenbüttel fiel aus.

Nimmt man die Tabelle als Maßstab, haben in Südniedersachsen die SVG Göttingen (Platz drei), der SSV Nörten-H. (vier), der 1. SC Göttingen 05 (fünf) und auch der TSV Landolfshausen/S. (acht) der Eintracht den Rang abgelaufen. Mut machen sollte den Gastgebern das Heim-Derby gegen Nörten. Das gewann der SSV zwar 2:1, doch die junge Northeimer Mannschaft zeigte dort, dass man auch gegen auf dem Papier stärkere Mannschaft definitiv mithalten kann.

Was sagt Trainer Philipp Weißenborn?

„Ich hoffe darauf, dass es am Freitagabend wieder eine ähnlich tolle Kulisse gibt wie beim Heimspiel gegen Nörten.“ Damals waren 600 Fans dabei. „Sonst wollen wir natürlich zum Abschluss nochmal ein gutes Spiel machen. Personell waren wir schon mal gesünder, aber grundsätzlich passt das schon.“ So werden zwar Torben Glombitza und Ali Ismail weiter fehlen, dafür ist aber der zuletzt angeschlagene Julen Mediavilla zurück. Auch Maurice Weinhardt ist im Derby an Bord.  

(Marco Washausen)

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