"Unser Team ist der Hammer"

Landolfshausen freut sich auf Landesliga-Derbys gegen 05 und SCW

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Riesige Freude über den Klassenerhalt: Nach einer tollen Aufholjagd in der Rückrunde und dem finalen 2:0 über Absteiger Neudorf-Platendorf am Sonntag lassen die Akteure des TSV Landolfshausen ihrem Jubel freien Lauf.

Landolfshausen. Knisternde Spannung lag am Sonntag Nachmittag über dem Fußballplatz in Landolfshausen, wo nicht einmal einen Abschlag entfernt die Kühe auf einer  Weide grasen.

Alle Gegner mag das irritieren, doch genau dies macht den „Dorfklub“ eben aus. Zur Gewissheit für die Kontrahenten des TSV Landolfshausen: Die sechs Kühe, die beim Rettungs-2:0 gegen Neudorf-Platendorf im benachbarten Gras lagen, werden auch kommende Saison wieder da sein, wenn der TSV Absteiger Göttingen 05 und Aufsteiger SCW Göttingen zu Gast haben wird. Landolfshausen freut sich auf diese Derbys!

„Das ist eben einfach familiär hier, kein Druck“, freute sich Holger Eickschen, nachdem der Klassenerhalt in den Fernduellen mit dem SC Gitter (2:1-Sieg in Wolfenbüttel) und Vahdet Braunschweig (2:1-Sieg in Petershütte) eingetütet und sich die Anspannung gelegt hatte. „Unser Team ist der Hammer, das beste, das es gibt“, sprudelte es aus dem Rechtsverteidiger heraus. Er möchte auf alle Fälle bleiben, auch wenn der gebürtige Hannoveraner demnächst sein Lehrer-Referendariat (Sport, Mathe) in seiner Heimatstadt macht.

Dass es mit der TSV-Rettung in der Landesliga eine schwere Geburt wurde, sieht auch Eickschen, der seit 2010 bei „LA“ spielt. „Es dauerte eben lange, bis wir uns akklimatisiert hatten. Auch er ist schon voller Erwartung auf die kommende Spielzeit. „Das ist der Hammer, wenn 05 nach Landolfshausen kommt!“ Den neuen Trainer Yannik Schade bezeichnet er als „Supertyp“. „In seinem Training ist Struktur drin, aber Ingo Müller wird ja sicher weiter die Fäden ziehen.“

Wehmut beim Trainer

„Etwas Wehmut ist schon dabei“, meinte Müller, nachdem er mit einem Riesenglas Bier begossen worden war und später dann genüsslich an einem Weizen nippte. „Aber es gab eben auch nicht nur Sonnentage“, meinte der Banker. Die Zugänge von Patrick Kraus und Lukas-Alva Kusch waren für den TSV die Glücksgriffe in der Winterpause.

„Wir sind stolz auf den Klassenerhalt“, war nicht nur der 13-fache TSV-Torschütze Kusch happy über die Rettung. „Ich habe ein cooles Team gefunden“, so der Student weiter, der aus Essel (bei Schwarmstedt) kam. Dort war er auch noch am Samstag, auch sein Ex-Klub (Bezirksliga) rettete sich vorm Abstieg. Kusch: „Nächste Saison geben wir Vollgas!“

Grundlage für die noch fast wundersame Landolfshäuser Rettung war die starke Rückrunde. 22 Punkte holte der TSV da, nur zwölf waren es in der Vorrunde. Zum Schluss gab es drei Heimsiege mit 10:1-Toren. In den letzten elf Spielen verlor der TSV nur einmal – 0:1 bei Nachbar, Meister und Oberliga-Aufsteiger SVG Göttingen. Mit sechs Siegen und vier Remis zog Landolfshausen gerade noch den Kopf aus der Schlinge. 

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